Mylopharyngodon piceus ähnelt vom Habitus her stark dem Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella), wobei sich der Schwarze Amur durch eine dunklere Zeichnung (dunkelbraun bis dunkelgrau je nach Gewässertyp), die ihm den Namen gab, vom Graskarpfen unterscheidet.
Der Fisch besitzt einen langgestreckten, abgeflachten Körper mit großen Schuppen, dabei sind Kopf und Maul relativ klein, die Schwanzflosse ist tief eingeschnitten. Die Spezies besitzt folgende Flossenformel: Dorsale 7–9, Anale 7–9 Mit seinen kräftigen Schlundzähnen ist er in der Lage, die Deckel von Muscheln und Schnecken aufzubrechen. Der Schwarze Amur kann eine Länge von einem Meter bei einem Gewicht von 30 Kilogramm erreichen.
Im Jahr 2004 wurde im Stone Levee Reservoir in der Provinz Anhui in China ein Schwarzer Amur mit der Angel gefangen, der als der bisher größte mit der Angel gefangene Vertreter seiner Art gilt. Er wog 72,5 Kilogramm. Noch größer war das Exemplar aus dem Gold Cow Reservoir bei Nanjing, welches mit dem Netz von Angestellten des Stausees gefangen wurde, mit einem Gewicht von 106 Kilogramm und 174 Zentimeter Länge. Im Jangtsekiang soll es angeblich sogar 2 Meter lange Fische gegeben haben.