Baum
Der anspruchslose, stark wachsende Apfelbaum trägt eine ausladende, breitpyramidale Krone. Er bevorzugt einen vollsonnigen Stand auf mäßig trockenem bis frischem Boden. Er ist kaum krankheitsanfällig. Aufgrund von Triploidie kann der Apfelbaum keine Samen bilden und braucht daher Pollenspender. Er blüht von Ende April bis Mitte Mai. Im frühen September können die verhältnismäßig großen Früchte geerntet werden, fallen aber selten vom Baum. Darum sind sie auch bis Januar noch haltbar.
Frucht
Der verhältnismäßig große bis sehr große Apfel erreicht eine Höhe von etwa 65,5 mm bei einer Breite von etwa 84 mm und ein Gewicht bis zu 200 g. Damit fällt die Frucht breiter aus, ihre Form ist grob unregelmäßig, stielbauchig und die Oberfläche wachsig und rau. Sowohl die Kelch- als auch die Stielgrube sind weit und mitteltief ausgeprägt. Aus dem großen, offenen Kelch ragen mittellange bis lange, breite, aufrecht stehende Blätter. Die tiefe, breite Kelchhöhle ist kegel- bis kegelstumpfförmig. Das mittelgroße Kernhaus liegt mittig in der Frucht, die Wände sind halbmondförmig.
Die Grundfarbe des Hibernals ist weißgelb bis gelbgrün, die Reifefarbe leicht bis mittelstark orange bis braunrot geflammt. Der Apfel ist leicht berostet, besonders flächig im Bereich der Stielgrube. Das delikate, mittelfeste, grobe aber saftige Fruchtfleisch ist weiß bis cremefarben, grünlich geädert, und von saurem, kräftigem Geschmack.