Verbraucherzentralen für Schadstoffverbot in Lebensmittelverpackungen
Bei der Gesundheit muss das Vorsorgeprinzip gelten
Die Verbraucherzentralen fordern ein umfassendes Verbot für Schadstoffe in Lebensmittelverpackungen sowie in Ess- und Kochgeschirr. Die Politik müsse dringend handeln und für bestimmte Stoffgruppen klare Verbote aussprechen, sagte Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv), den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Ralph Schwaegerl | Adobe
Neben dem Verbot bedenklicher Stoffe forderte Müller die Einführung eines europäischen Zulassungsverfahrens. «Bei der Gesundheit muss das Vorsorgeprinzip gelten. Bevor Lebensmittelverpackungen und Geschirr auf den Markt gelangen, muss ihre Unbedenklichkeit nachgewiesen und von einer unabhängigen EU-Behörde bestätigt werden.»
Das Europaparlament hatte im Sommer von der EU-Kommission einen weitreichenden Plan gegen giftige Chemikalien in der Umwelt gefordert. Zahlreiche Stoffe seien wesentlicher Bestandteil von Alltagsprodukten, und einige davon schon in geringer Konzentration für die menschliche Gesundheit schädlich, argumentierten die EU-Abgeordneten. Künftig sollten ganze Stoffgruppen wie das Umwelthormon Bisphenol verboten werden können und nicht mehr nur einzelne Stoffe wie das als besonders besorgniserregend eingestufte Bisphenol A. Der Stoff wird in der Kunststoff-Produktion verwendet und ist in Alltagsprodukten wie Trinkflaschen, Konservendosen oder Lebensmittelverpackungen enthalten.
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