Karmeliten Brauerei gewinnt Handelsblatt Energy Award
Das Konzept der Energieautarken Brauerei wurde in Berlin mit dem Handelsblatt Energy Award ausgezeichnet. In der Kategorie Industrie überzeugte die Karmeliten Brauerei mit dem modularen Energiekonzept als Aushängeschild der Energiewende die "Energy Academy". Am Abend des 28. September fand die Verleihung der Awards im Museum für Kommunikation in Berlin statt.
Die Gewinner des Handelsblatt Energy Awards in der Kategorie Industrie. Von links: Klaus Gehrig, Geschäftsführer der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH, Christoph Kämpf, Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei und Thomas Eichenseher, Braumeister.
ZIEMANN HOLVRIEKA
Eine Kooperation bestehend aus den Partnern ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der für die Gesellschaft sichtbare Partner, die Karmeliten Brauerei, revolutioniert derzeit den Energieeinsatz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. "Mit dem Konzept der Energieautarken Brauerei haben wir uns seit einigen Jahren einer nachhaltigen Bierproduktion mit größtmöglichen Energieeinsparungen verschrieben. Wir freuen uns unglaublich, dafür nun diese besondere Auszeichnung zu erhalten", begeistert sich Christoph Kämpf, der Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei nach der Verleihung. Gemeinsam mit Braumeister, Thomas Eichenseher und Klaus Gehrig, Geschäftsführer der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH, nahm er die gläserne Trophäe im Rahmen der Galaveranstaltung in Berlin entgegen.
Einmal jährlich prämieren die Energy Awards-Initiatoren Handelsblatt und GE seit 2013 zukunftsträchtige und innovative Projekte, die Energie optimal nutzen und dadurch sowohl ihre Energieeffizienz steigern als auch Energie einsparen. Die Gewinner werden von einer hochkarätigen Jury, der Energy Academy, gekürt. Sie versteht sich als "Think Tank" der Energiewirtschaft und vereint Experten, Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker rund um das Thema Energie. In den fünf Kategorien Industrie, Mobilität, Smart Infrastructure, Start-up und Utilities & Stadtwerke werden Unternehmen ausgezeichnet, die als Vorreiter in ihrer jeweiligen Branche die Entwicklung der Energiewende mitgestalten. Die Karmeliten Brauerei konnte mit dem Konzept der Energieautarken Brauerei mit optimaler Rohstoffnutzung in der Kategorie Industrie überzeugen.
Die Karmeliten Brauerei, die in diesem Jahr ihr 650. Jubiläum als ältestes Unternehmen Straubings feiert, wurde mit dem Partner ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH bereits 2013 mit dem Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk ausgezeichnet. Ein Meilenstein ist auch das durch die Deutsche Energieagentur dena vergebene "Best Practice Label" für das energieeffiziente Kaskaden-Sudhaus Cascade, entwickelt und umgesetzt durch die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH. Im Jahr 2017 folgte außerdem die Nominierung für den Deutschen Umweltpreis.
Seit mehreren Jahren befassen sich der Brauereianlagenbauer ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und die Karmeliten Brauerei mit der nachhaltigen und umweltgerechten Gestaltung der Produktionsstätte in Straubing und deren Prozesse.
Ziele des innovativen Konzeptes
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Reduzierung des Einsatzes von Primärenergie
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Eigenerzeugung von elektrischem Strom
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Nutzung von natürlichen Energiequellen (Solarthermie, Fresnel-Linse)
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Gewinnung von Energie aus Abwasser
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Wandlung von Wärme in Kälte
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Nutzung von Naturkälte
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Abbau von Lastspitzen (Speichertechnologie)
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Erfassung, Auswertung, Analyse von Energieverbräuchen für eine energetische Produktionsauftragsplanung
Oder vereinfacht ausgedrückt: Es sollen möglichst alle auf dem Grundstück der Karmeliten Brauerei in Straubing anfallenden Energien mehrfach genutzt werden, um so möglichst unabhängig vom Energiemarkt zu sein.
Unter anderem hat dieses Konzept auch außergewöhnliche Aspekte für Klima- und Umweltschutz. Durch das Konzept vermeidet die Karmeliten Brauerei bereits jetzt etwa 40 Prozent der Kohlenstoffdioxid-Emissionen und wird bis Ende 2018 durch weitere Investitionen die Kohlenstoffdioxid-Emissionen um 99,5 Prozent reduzieren. Das bedeutet, dass durch die Produktion von 200 Kisten Bier die gleiche Menge an Kohlenstoffdioxid-Emissionen entsteht wie bis 2015 für nur eine Kiste entstanden ist.
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