Länderübergreifender Ausbruch von Infektionen mit Salmonella Stanley im Zusammenhang mit aromatisierten Nudelprodukten
Rückrufe laufen: Salmonellen in aromatisierten Nudeln betreffen vor allem Kinder
Aromatisierte Nudelprodukte gelten als wahrscheinlichste Quelle eines derzeit andauernden, mehrere Länder betreffenden Ausbruchs von Salmonellen Stanley- Infektionen, wobei es laut einer Schnellbewertung des Ausbruchs durch die EFSA und das ECDC Hinweise darauf gibt, dass die Fälle mit Produkten derselben Marke in Zusammenhang stehen.
Symbolbild
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Zwischen November 2025 und Juni 2026 wurden 104 bestätigte Fälle in 13 Ländern der Europäischen Union/des Europäischen Wirtschaftsraums (EU/EWR) sowie im Vereinigten Königreich gemeldet. Von dem Ausbruch waren vor allem Kinder und junge Erwachsene betroffen; mindestens 49 Personen mussten stationär behandelt werden.
Fälle wurden aus Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Schweden und dem Vereinigten Königreich gemeldet.
Hinweise deuten auf aromatisierte Nudelprodukte hin
Epidemiologische Untersuchungen haben ergeben, dass die Betroffenen in Dänemark, Estland, Deutschland, Lettland und Litauen aromatisierte Nudelprodukte derselben Marke verzehrt hatten.
Mikrobiologische Befunde untermauern diesen Zusammenhang zusätzlich, da der Ausbruchsstamm in Deutschland und Litauen in Nudelprodukten mit Hühnergeschmack sowie in Nudelprodukten mit scharfem Hühnergeschmack nachgewiesen wurde. Untersuchungen haben die Produkte, die in mehreren Ländern vertrieben wurden, mit demselben Hersteller in der Ukraine in Verbindung gebracht. Dies deutet auf eine mögliche gemeinsame Kontaminationsquelle auf Ebene der Produktionsstätte hin, wenngleich weitere Untersuchungen erforderlich sind.
Andere Salmonella -Stämme wurden in Produkten derselben Marke nachgewiesen, was darauf hindeutet, dass möglicherweise mehr als eine Kontaminationsquelle beteiligt ist.
Kontrollmaßnahmen und Risiken
Die Lebensmittelsicherheitsbehörden in den betroffenen Ländern haben Kontrollmaßnahmen ergriffen, darunter Rücknahmen und Rückrufe der betroffenen Produkte, wodurch die Wahrscheinlichkeit neuer Infektionen im Zusammenhang mit diesem Ausbruch verringert wird.
Die eigentliche Ursache und der Ort (bzw. die Orte) der Kontamination sind jedoch noch nicht geklärt. Es ist daher wahrscheinlich, dass weitere Fälle auftreten können, insbesondere da diese Produkte eine lange Haltbarkeit haben und über längere Zeiträume in Haushaltsküchen gelagert bleiben können.
Hinweise für Verbraucher
Verbraucher sollten keine Produkte verzehren, die von den Rückrufaktionen betroffen sind, und diese an die Verkaufsstelle zurückgeben oder entsorgen.
Bei Produkten, die vor dem Verzehr weiterverarbeitet werden müssen, sollten Verbraucher die Anweisungen auf dem Etikett strikt befolgen. Die Wichtigkeit einer guten Lebensmittelhygiene bei der Zubereitung ist ebenfalls hoch.
Weitere Untersuchungen
Die Gesundheitsbehörden werden aufgefordert, alle neuen Fälle zu befragen, Isolate nach Möglichkeit zu sequenzieren und Informationen an das ECDC weiterzugeben.
Die Lebensmittelsicherheitsbehörden werden aufgefordert, die Untersuchung der verdächtigen Produkte als Infektionsquelle fortzusetzen und die Ursache der Kontamination zu ermitteln, einschließlich der Frage, ob ein Zusammenhang mit einer oder mehreren Zutaten besteht.
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