Mö Foods sichert sich 2,4 Mio. € und definiert Käsealternative aus Hafer neu

Mit seinen preisgekrönten Käsealternativen auf Haferbasis holt Mö Foods pflanzenbasierte Produkte aus der Nische

19.01.2026
Mö Foods

Marjaana Vuorio und Annamari Jukkola

Das finnische Lebensmittelunternehmen Mö Foods hat sich eine Finanzierung in Höhe von 2,4 Mio. € gesichert, geführt von Nordic Foodtech VC. Mö definiert mit seinen haferbasierten Produkten Käse neu und kann mit dem Investment sowohl seine Produktionstechnologie weiterentwickeln als auch seine internationale Expansion vorantreiben.

In einer Zeit, in der die weltweite Nachfrage nach leckeren, nachhaltigen und zugleich erschwinglichen Lebensmitteln stetig steigt, steht der Ansatz von Mö Foods für ein Umdenken: weg von pflanzenbasierten Alternativen und hin zu eigenständigen Produkten. Das Unternehmen bringt Käse auf Haferbasis in den Alltag.

Mö Foods wurde 2017 von den Schwestern Annamari Jukkola und Marjaana Vuorio gegründet, die auf einem finnischen Milchviehbetrieb aufgewachsen sind. Das Unternehmen verbindet nordisches Design mit Innovation und Nachhaltigkeit im Lebensmittelbereich und entwickelt damit ganz neue Käsealternativen aus Hafer. Durch das eigens entwickelte Herstellungsverfahren stehen die Käse von Mö herkömmlichen Milchprodukten hinsichtlich Geschmack, Textur und Kocheigenschaften in nichts nach. Dabei kommen sie jedoch mit wenigen Zutaten und minimaler Verarbeitung aus. Die Produktpalette umfasst sowohl schmelzende als auch schnittfeste Käsesorten, alles aus finnischem Hafer hergestellt, der zu den reinsten und nachhaltigsten der Welt zählt. Aktuell sind die verschiedenen Käsealternativen bereits in den Regalen der größten nordischen Supermarktketten zu finden – und schon bald auch in ganz Europa. Mö hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter Finnish Food Innovation of the Year 2024, Best Greek Style Vegan Cheese 2025 für seinen Mö Greek Classic und Best No-Goat Vegan Cheese 2025 für seinen Mö Chavre.

Käse aus Kuhmilch zählt zu den ressourcenintensivsten Lebensmitteln. Mö ist davon überzeugt, dass Käsealternative aus Hafer hier eine nachhaltige Option bieten kann. Durch sein spezielles Verfahren verarbeitet das Unternehmen das Korn vollständig, sodass keinerlei Nebenprodukte anfallen. Darüber hinaus reduziert Hafer statt Milch als Hauptzutat sowohl den CO2-Fußabdruck als auch den Flächenbedarf entlang der gesamten Produktionskette.

„Unser Ziel bei Mö war es schon immer, Lebensmittel zu entwickeln, die zu modernen Essgewohnheiten passen: gutes Essen zu einem fairen Preis, verantwortungsvoll hergestellt“, sagt Annamari Jukkola, CEO und Mitgründerin von Mö. „Unsere Kindheit und Jugend auf einem Milchbauernhof haben uns Respekt dafür gelehrt, wie Käse hergestellt wird und welchen Wert er für die Menschen hat. Diese Sorgfalt und Qualität bringen wir auch in unser eigenes Verfahren ein und stellen etwas Vertrautes her – und zwar aus Hafer und mit weit weniger Ressourcen. Diese Finanzierung ermöglicht es uns, dies nun auch auf größere Maßstäbe zu setzen.”

Für Mö Food ist das Investment weit mehr als nur ein finanzieller Meilenstein. Es setzt ein deutliches Zeichen für die Richtung, in die sich die Lebensmittelbranche entwickelt. Im postveganen Zeitalter wollen Verbraucher Produkte, die praktisch sind und hinsichtlich Geschmack, Textur und Schmelzverhalten überzeugen.

„Mö hebt den einzigartigen finnischen Hafer und seine gesundheitsfördernden Eigenschaften auf ein völlig neues Niveau“, sagte Mika Kukkurainen, Partner bei Nordic Foodtech VC. „Mehrwertprodukte mit einzigartiger Technologie sind genau die Art von Lebensmittel-Know-how, die wir unterstützen und international skalieren möchten. Mö setzt den Standard für die gesamte Branche, wie pflanzliche Produkte die Erwartungen an Geschmack und Erlebnis erfüllen sollten – und wie dieses Know-how auf internationale Märkte übertragen werden kann.“

Das Wachstum von Mö hat längst das der Kategorie veganer Käsealternativen überholt, die im letzten Jahr in Finnland um rund 18 % zugelegt hat. Allein 2024 stiegen die Verkäufe im Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahr um 88 % – nicht zuletzt dank neu eingeführter Produkte, eines ausgebauten Vertriebs und stabiler Absatzzahlen in den größten finnischen Supermarktketten wie der S-Gruppe und der K-Gruppe (Kesko). Jenseits des Einzelhandels arbeitet das Unternehmen derzeit daran, seine Technologie an große europäische Lebensmittelhersteller zu lizenzieren – ein Modell, das die Anpassung an die Kategorie weiter beschleunigen soll.

„Diese Finanzierung stellt einen Wendepunkt für Mö dar“, sagt Stefan Lindberg, Vorstandsvorsitzender bei Mö Foods. „Durch die Verbindung fundierter Technologie mit einem umfassenden Verständnis von Markt und Kund:innen haben sie ein Konzept entwickelt, das funktioniert – und das in einer Zeit, in der ein Großteil der Branche Schwierigkeiten hat, etwas Ähnliches zu erreichen.”

Dieser Erfolg macht deutlich, wie die Lebensmittelbranche künftig pflanzenbasierte Alternativen angehen muss: nicht als Nischensegment, sondern als ganz natürliche Weiterentwicklung der traditionellen Produkte. Durch die Verbindung von Geschmack, Nährwert und Skalierbarkeit setzt Mö neue Standards dafür, wie schnell wachsende Lebensmittelunternehmen in eher traditionellen Kategorien wie Käse nicht nur mithalten, sondern sogar anführen können.

Weitere News aus dem Ressort Wirtschaft & Finanzen

Meistgelesene News

Weitere News von unseren anderen Portalen

Da tut sich was in der Lebensmittel- und Getränke-Branche …

So sieht echter Pioniergeist aus: Jede Menge innovative Start-ups bringen frische Ideen, Herzblut und Unternehmergeist auf, um die Welt von morgen zum Positiven zu verändern. Tauchen Sie ein in die Welt dieser Jungunternehmen und nutzen Sie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit den Gründern.