Kolumbien stärkt in Europa ein Branchenbündnis für eine sichere und verantwortungsvolle Banane

Logistik, Nachhaltigkeit und würdiger Lohn

09.02.2026
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Symbolbild

Im Rahmen der Fruit Logistica 2026 präsentierten der Verband der Bananenproduzenten Kolumbiens (AUGURA) und der Verband der Bananenproduzenten aus Magdalena und La Guajira (ASBAMA) eine einheitliche Front. Begleitet wurden sie dabei von der kolumbianischen Botschafterin in Deutschland, I. E. Yadir Salazar-Mejía, sowie von ProColombia, um die Zukunft der kolumbianischen Banane auf dem europäischen Markt zu schützen. Die Botschaft war klar: Die Nachhaltigkeit der Banane darf nicht allein beim Produzenten liegen; sie erfordert echte Mitverantwortung entlang der gesamten Lieferkette.

AUGURA

kolumbianischen Botschafterin in Deutschland, I. E. Yadir Salazar-Mejía, Direktor von Procolombia in Deutschland Victor Alfonso Bautista-Olarte Präsident von AUGURA, Emerson Aguirre-Medina, Präsident von ASBAMA, José Francisco Zúñiga-Cotes

Das Gespräch fand während des "Banana Secure Value Forum" statt, einer Plattform, die Importeure, Supermarktketten, Hafenbehörden und Zertifizierungsstellen zusammenbrachte, um die Herausforderungen der Branche zu diskutieren, die heute den Sektor prägen: logistische Sicherheit, regulatorische Anforderungen und der wachsende Investitionsbedarf, um sozial und ökologisch verantwortungsvolle Geschäftstätigkeiten aufrechtzuerhalten.

AUGURA und ASBAMA betonten, dass der Aufbau eines verlässlichen und überprüfbaren Angebots wachsende Kosten für die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften, Arbeitsbedingungen und Umweltmanagement mit sich bringt, die fair verteilt werden müssen, um die Versorgung und die Stabilität des Handels zu sichern.

Der Präsident von AUGURA, Emerson Aguirre Medina, erklärte: "Wir können nicht von Nachhaltigkeit sprechen, wenn wir die tatsächlichen Anstrengungen und Kosten nicht sichtbar machen, die der kolumbianische Produzent auf sich nimmt, um Qualität, würdige Arbeitsbedingungen, Umwelt- und Sozialverpflichtungen sowie zusätzliche Sicherheitskosten zu leisten. Wir sind nach Berlin gekommen, um ein gemeinsames Narrativ zu entwickeln, in dem der Einzelhandel und die europäischen Käufer ihren Anteil am Erhalt dieser verantwortungsvollen Lieferkette übernehmen."

Der Präsident von ASBAMA, José Francisco Zúñiga Cotes, fügte hinzu: "Die kolumbianische Banane gelangt nach Europa unter den höchsten Standards in Qualität, sozialer und ökologischer Verantwortung, doch diese Erfolge gehen heute unverhältnismäßig zu Lasten der Produzenten. Es ist an der Zeit, dass die gesamte Lieferkette ihre Mitverantwortung übernimmt, um eine sichere, faire und langfristig nachhaltige Versorgung zu gewährleisten. Die Bananenproduzenten in Kolumbien sind bereit, weiterhin anzubauen und alle vom europäischen Markt geforderten Standards einzuhalten, doch jetzt ist der Moment gekommen, die Verantwortung entlang der gesamten Kette zu teilen und so die Nachhaltigkeit des Sektors zu sichern."

Die Verbände bekräftigen, dass Kolumbien seine Führungsrolle in Europa unter einer einfachen Prämisse weiter konsolidieren kann: Die verantwortungsbewusste Banane wird nicht nur deklariert, sondern auch finanziert. Dazu sei es notwendig, gemeinsame Verpflichtungen einzugehen, die einen Fortschritt hin zu einem fairen, überprüfbaren und stabilen Handel für Produzenten, Käufer und Verbraucher ermöglichen.

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