„Vertrauen in Fleisch wieder herstellen“
AöL-Fleischer fordern Stopp nicht artgerechter Tierhaltungssysteme
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Das Vertrauen der Verbraucher in Fleisch ist verloren gegangen. Der „Fleischatlas Deutschland Regional 2016“ der Heinrich-Böll-Stiftung und des Bundes für Umwelt- und Naturschutz belegt erneut, dass nicht artgerechte Tierhaltungssysteme, die oft verkürzt als „Massentierhaltung“ bezeichnet werden, zum Standard geworden sind. „Ein solches Tierhaltungssystem, das nach wie vor politisch gestützt wird, diskreditiert sich selbst“, so Alexander Beck, Geschäftsführer der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL). Diese Politik schadet den Erzeugern, der Umwelt und den Tieren.
Die Lösung liegt in der ökologischen Tierhaltung. Denn auch die Hersteller von Fleisch haben dem Kunden gegenüber die Verantwortung für ein hochqualitatives Lebensmittel. „Es muss in der Fleischwirtschaft um Klasse statt Masse gehen, nur so lässt sich mittelfristig das Vertrauen der Kunden wieder gewinnen“, so Beck.
Es gibt gute Gründe aus gesundheits- und umweltpolitischer Sicht, den Umfang des Konsums tierischer Erzeugnisse und die Produktion zu verringern. Die AöL fordert deshalb, dass insbesondere nicht artgerechte Tierhaltungssysteme, die auch bei Verbrauchern keine Akzeptanz mehr finden, nicht mehr gefördert werden. Stattdessen muss das freiwerdende Geld ausschließlich in artgerechte Tierhaltungssysteme investiert werden.
Der Maßstab dafür können die praktisch erprobten Systeme der ökologischen Tierhaltung sein. „Fleisch sollte wieder einen angemessenen Platz in einer ausgewogenen Ernährung einnehmen“, so der Sprecher der AöL-Fleischer und Rohstoffmanager Sven Euen. „Aktuell wird Fleisch von Tieren aus ökologischer Tierhaltung so stark nachgefragt, wie noch nie.“
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