Nordzucker-Aufsichtsratschef stirbt unmittelbar vor Hauptversammlung
Unmittelbar vor der Hauptversammlung von Europas zweitgrößtem Zuckerhersteller Nordzucker ist der langjährige Aufsichtsratschef Hans-Christian Koehler am Donnerstag im Alter von 62 Jahren gestorben. "Die Nachricht von seinem Tod kam in der Veranstaltung selber, die dann in gedrückter Stimmung zu Ende gebracht wurde", sagte Nordzucker-Sprecherin Tanja Schneider-Diehl der Deutschen Presse-Agentur. Der aus Barum-Eppensen im Kreis Uelzen stammende Landwirt gehörte dem Aufsichtsrat der Nordzucker AG seit der Gründung an und übernahm 2011 dessen Vorsitz.
Seine Aufgaben werden bis auf Weiteres von seinem bisherigen Stellvertreter, Jochen Johannes Juister, übernommen. Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden war wegen des plötzlichen Todes von Koehler zunächst ausgesetzt worden. Am Vortag sei er auf der Hauptversammlung der Muttergesellschaft gewesen. "Wir haben uns noch gesehen, er hat gescherzt", sagte die Sprecherin. Einen Grund für den völlig unerwarteten Tod Koehlers konnte sie zunächst nicht nennen. Nach der Todesnachricht sei die Hauptversammlung verkürzt beendet worden.
Sie beschloss eine im Vergleich zum Vorjahr um 10 Cent gesteigerte Dividende von 1,20 Euro je Aktie. Insgesamt werden rund 58 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Wegfall der EU-Zuckerquote hat die Bilanz von Nordzucker deutlich getrübt. Trotz sinkendem Umsatz im Geschäftsjahr 2017/18 sei es aber gelungen, den Gewinn auf 118 Millionen Euro nach 99 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zu steigern. Im laufenden Geschäftsjahr soll ein Verlust möglichst vermieden werden, teilte das Unternehmen mit./rek/DP/he (dpa)
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