Woher kommt der Honig? Neue EU-Regeln schaffen Klarheit

Ab 14. Juni gilt die Pflicht zur Länderangabe mit Anteilen

16.06.2026
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Symbolbild

"Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern" - diese oft kritisierte Angabe auf Honiggläsern wird nun aus den Regalen verschwinden. Ab dem 14. Juni müssen bei Mischhonigen alle Herkunftsländer und deren Anteile auf dem Vorderetikett angegeben werden. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird damit erstmals auf einen Blick erkennbar, aus welchen Ländern die Ware in der Mischung stammt.

"Wer Honig kauft, soll erkennen können, woher er kommt. Genau das leisten die neuen Regeln", sagt Torsten Ellmann, Präsident des Deutschen Imkerbundes. "Außerdem wird auf diese Weise die Rückverfolgbarkeit des Honigs verbessert." Vor allem China steht immer wieder in der Kritik, fragwürdige Ware zu liefern, wie auch eine groß angelegte Kontrollaktion der EU zeigte. Der Deutsche Imkerbund habe sich daher seit Jahren für eine klare Kennzeichnung in der Europäischen Union eingesetzt, erklärt Ellmann.

Bis das letzte Glas mit der alten Ursprungsangabe aus den Supermarktregalen verschwunden ist, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Alle bereits etikettierten Gläser dürfen weiterhin in Verkehr gebracht werden.

Honig direkt aus einer Imkerei zeigt die natürliche Vielfalt dieses Lebensmittels. Je nach Pflanzenangebot und Witterung entstehen unterschiedliche Aromen - vom milden Rapshonig bis zum kräftigen Waldhonig. Wie beim Wein kann sich sein Charakter von Jahr zu Jahr verändern; das ist das Besondere am reinen Honig.


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