Mehr als 23 Mio. Menschen in der Europäischen Region der WHO erkranken jährlich aufgrund unsicherer Lebensmittel
Davon sterben 420 000 Menschen, darunter 125 000 Kinder unter fünf Jahren.
Obwohl Europa von allen Regionen der WHO die niedrigsten Raten lebensmittelbedingter Erkrankungen hat, so geht doch aus den Schätzungen zur globalen Inzidenz lebensmittelbedingter Erkrankungen hervor, dass in der Europäischen Region jährlich über 23 Mio. Menschen infolge des Verzehrs verseuchter Lebensmittel erkranken und 5000 Menschen sogar an den Folgen sterben.
Durchfallerkrankungen machen die Mehrzahl der Fälle von Lebensmittelinfektionen in der Europäischen Region aus. Am häufigsten sind Norovirus-Infektionen mit geschätzt 15 Mio. Fällen; an zweiter Stelle folgt Campylobacteriose mit knapp 5 Mio. Fällen. Nicht-typhoide Salmonellosen sind für die meisten Todesfälle verantwortlich – fast 2000 pro Jahr.
Durch Lebensmittel übertragene Toxoplasmose, eine schwere parasitäre Infektion, die durch den Verzehr von rohem Fleisch und ungekochtem Obst oder Gemüse entsteht, könnte für bis zu 20% der gesamten lebensmittelbedingten Erkrankungen und damit für über eine Million Fälle in der Europäischen Region pro Jahr verantwortlich sein. Infektionen mit Listeria können zu Blutvergiftung und Hirnhautentzündung führen und sind jährlich für geschätzt 400 Todesfälle in der Europäischen Region verantwortlich. Eine Infektion mit Listeria erfolgt meist durch den Verzehr von belastetem rohem Gemüse oder von Fertiggerichten, verarbeiteten Fleischprodukten, Räucherfisch oder Weichkäse.
Neuer Bericht über die Häufigkeit lebensmittelbedingter Erkrankungen
Der Bericht ist der bisher umfangreichste seiner Art über die Auswirkungen verseuchter Lebensmittel auf Gesundheit und Wohlbefinden. Er ist das Ergebnis einer zehn Jahre langen Arbeit und enthält Schätzungen über die von insgesamt 31 Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Parasiten, Toxine, Chemikalien) verursachte Krankheitslast.
Jedes Jahr erkranken bis zu 600 Mio. Menschen – fast ein Zehntel der Weltbevölkerung – nach dem Verzehr verseuchter Lebensmittel. Davon sterben 420 000 Menschen, darunter 125 000 Kinder unter fünf Jahren.
Weitere News aus dem Ressort Wissenschaft
Holen Sie sich die Lebensmittel- und Getränke-Branche in Ihren Posteingang
Mit dem Absenden des Formulars willigen Sie ein, dass Ihnen die LUMITOS AG den oder die oben ausgewählten Newsletter per E-Mail zusendet. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Die Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch die LUMITOS AG erfolgt auf Basis unserer Datenschutzerklärung. LUMITOS darf Sie zum Zwecke der Werbung oder der Markt- und Meinungsforschung per E-Mail kontaktieren. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen gegenüber der LUMITOS AG, Ernst-Augustin-Str. 2, 12489 Berlin oder per E-Mail unter widerruf@lumitos.com mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Zudem ist in jeder E-Mail ein Link zur Abbestellung des entsprechenden Newsletters enthalten.
Weitere News von unseren anderen Portalen
Verwandte Inhalte finden Sie in den Themenwelten
Themenwelt Lebensmittelsicherheit
Lebensmittelsicherheit ist das Herzstück der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Sie stellt sicher, dass die Nahrungsmittel, die wir täglich zu uns nehmen, nicht nur nahrhaft, sondern auch frei von schädlichen Kontaminanten sind. Vom Feld bis zum Teller überwacht und reguliert die Branche jeden Schritt des Prozesses mit strengen Qualitätskontrollen, fortschrittlichen Testmethoden und kontinuierlicher Forschung.
Themenwelt Lebensmittelsicherheit
Lebensmittelsicherheit ist das Herzstück der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Sie stellt sicher, dass die Nahrungsmittel, die wir täglich zu uns nehmen, nicht nur nahrhaft, sondern auch frei von schädlichen Kontaminanten sind. Vom Feld bis zum Teller überwacht und reguliert die Branche jeden Schritt des Prozesses mit strengen Qualitätskontrollen, fortschrittlichen Testmethoden und kontinuierlicher Forschung.
Zuletzt betrachtete Inhalte
Forschungskreis der Ernährungsindustrie schreibt Ideenwettbewerb TROPHELIA Deutschland 2024 aus - Studierende entwickeln Produktideen
Foodwatch fordert Schranken gegen Finanzwetten bei Agrarprodukten
Gesundheitliche Bewertung von ersten Analysenergebnissen zu Fipronilgehalten in Lebensmitteln in Deutschland
Die Behörde wird bis zu 50 Millionen NIS in die Infrastruktur investieren, um alle Foodtech-Unternehmen zu bedienen - Israelische Innovationsbehörde beauftragt YDLabs mit der Einrichtung ständiger Mikroorganismus-Fermentationslabors für die Foodtech-Industrie
Coca-Cola plant Bündelung der Getränkeabfüllung und Logistik in Nordrhein-Westfalen und im Westen von Niedersachsen