Verregneter Sommer: Weizen- und Rapsernte fällt mau aus
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Die Weizen- und Rapsernte in Deutschland ist wegen des nassen Wetters mäßig ausgefallen. Zudem lägen die Preise generell "deutlich" unter dem Niveau des Vorjahres, weil der Markt international gut versorgt sei, heißt es im Erntebericht des Agrarministeriums vom Freitag. Vergangene Woche hatte der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, die Ernte als "reine Nervenprobe" bezeichnet.
Die für Deutschland wichtige Weizenernte lag bei 24,6 Millionen Tonnen, das waren 7,5 Prozent weniger als im Vorjahr. "Gemessen an den regionalen Ertragserwartungen fielen insbesondere die Erträge im Nordosten, aber auch im Südwesten und Westen niedrig aus", teilte das Ministerium von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) mit. Für den Winterweizen, der über 98 Prozent der Weizenernte ausmacht, lag auch der Ertrag pro Hektar niedriger als im Mittel seit 2010.
Für alle Getreidearten inklusive Körnermais entsprach der Ertrag pro Hektar dem mehrjährigen Mittel, lag aber 4,5 Prozent unter dem Niveau von 2015. Insgesamt werden dem Bericht zufolge etwa 45,5 Millionen Tonnen Getreide geerntet. Seit 2010 lag der Mittelwert bei 46,7 Tonnen pro Jahr, die Anbaufläche ist seit dem vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.
Für die wichtigste deutsche Ölsaat, den Winterraps, sind die Ergebnisse trotz etwas größerer Anbaufläche mau. Grund ist das regnerische Wetter. Mit gut 6,4 Millionen Tonnen liegt die Ernte 7 Prozent unter dem Ergebnis 2015 und fast 11 Prozent unter dem mehrjährigen Mittel. Zudem fällt der Ölgehalt der bisher untersuchten Proben niedriger aus als in den zwei Jahren zuvor./ted/DP/mis (dpa)
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