NGG fordert verhandelbares Angebot – „damit eine Neun vor dem Komma steht“
Tarifrunde Systemgastronomie
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Vor der zweiten Verhandlung in der Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) für die rund 100.000 in der deutschen Systemgastronomie Beschäftigten hat Burkhard Siebert, stellvertretender NGG-Vorsitzender, am Freitag auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Schweinfurt die Arbeitgeber aufgefordert, ein verhandelbares Angebot auf den Tisch zu legen.
„Wir erwarten ein Angebot, das in der untersten Tarifgruppe deutlich über dem ab Januar 2017 geltenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde liegt“, hat Siebert betont.
Die Systemgastronomie werde künftig ihren Fachkräftebedarf nur decken können, wenn für die schwere Arbeit auch faire Löhne und Ausbildungsvergütungen gezahlt werden, ist sich Siebert sicher. Der NGG-Vize bekräftigte die Forderungen der Gewerkschaft NGG:
- Erhöhung der Löhne um mindestens sechs Prozent,
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen auf 800 Euro im ersten, 900 im zweiten und 1.000 Euro im dritten Ausbildungsjahr sowie
- eine überproportionale Anhebung der untersten Tarifgruppe, „damit eine Neun vor dem Komma steht“.
Siebert erinnerte daran, dass die Beschäftigten in der Systemgastronomie vor zwei Jahren mit öffentlichen Aktionen ein deutliches Signal gesetzt hatten, um ihren Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen. „Auch in dieser Tarifrunde ist richtig Dampf im Kessel“, kündigte Siebert an.
Die Tarifverhandlungen werden am 30. November 2016 in Berlin fortgesetzt. Im BdS sind u.a. die Unternehmen McDonald’s, Burger King, Nordsee, Autogrill, Starbucks, Tank & Rast und Kentucky Fried Chicken (KFC) mit rund 2.700 Restaurants und Cafés organisiert.
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