Vogelgrippe beeinträchtigt Geschäft mit Weihnachtsgänsen nicht
Trotz der Ausweitung der Vogelgrippe fürchtet die Geflügelwirtschaft in Deutschland nicht um das Geschäft mit der Weihnachtsgans. Drei Viertel der Gänse für die Feiertage seien ohnehin bereits in den vergangenen Wochen geschlachtet und tiefgefroren worden, sagte der Sprecher des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, Florian Anthes. Nur wenige würden frisch kurz vorher geschlachtet. Obwohl Sperrgebiete rund um die Fundorte toter Vögel manchen Betrieb behinderten, habe die Vogelgrippe keinen Einfluss auf das Gesamtangebot an Weihnachtsgänsen. Der Preis bleibe unbeeinträchtigt und die Nachfrage habe nicht gelitten.
Der bislang einzige direkt betroffene große Mastbetrieb liegt im Kreis Cloppenburg. Auf dem Betrieb in Barßel und in der direkten Umgebung hat sich die Vogelgrippe nach Informationen des Landwirtschaftsministerium in Hannover aber nicht ausgeweitet.
Jede dritte Gans in Deutschland wird auf niedersächsischem Boden geschlachtet, 2015 waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwa 191 000 Tiere, deutschlandweit rund 601 000. Unter 20 Prozent des Bedarfs kann in Deutschland durch Eigenproduktion gedeckt werden. Die Mehrheit der Gänse zu Weihnachten komme daher aus Ungarn und Polen./evs/DP/zb (dpa)
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