Betriebsversammlung bei Unilever - Arbeitnehmer fürchten Einschnitte
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Die Arbeitnehmer des Unilever-Konzerns kommen an diesem Dienstag in der Hamburger Deutschland-Zentrale und an anderen Standorten zu Betriebsversammlungen zusammen (14.00 Uhr). Dabei geht es um angekündigte Sparmaßnahmen des Konzerns und ihre Umsetzung in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH), wo Unilever rund 5000 Mitarbeiter an elf Standorten beschäftigt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) befürchtet massive Verluste an Arbeitsplätzen und schlechtere Sozialbedingungen für die Beschäftigten. Bis zu 1000 Jobs könnten an neun deutschen Standorten auf der Kippe stehen, heißt es bei der NGG.
Unilever hatte im Februar einen Übernahmeversuch des Konkurrenten Kraft Heinz abgewehrt und daraufhin ein Programm zu Verbesserung der Effizienz und Profitabilität aufgelegt. Unter anderem sollen die Kosten innerhalb von drei Jahren um sechs Milliarden Euro sinken und die operative Marge von 16,4 auf 20 Prozent steigen. Vom Margarine-Geschäft will sich Unilever trennen. "Die Werke in Auerbach (Sachsen), Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) und Heilbronn stehen ganz auf dem Prüfstand", sagte der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Hermann Soggeberg. "Zudem drohen den Beschäftigten in der Produktion überall deutliche Verschlechterungen bei den Sozialleistungen."
Ein Unternehmenssprecher sagte dagegen, das Unternehmen wolle gemeinsam mit den Arbeitnehmern die Produktions- und Logistikstrukturen in der DACH-Region überprüfen. Entscheidungen seien erst in einigen Monaten zu erwarten. Zu der Betriebsversammlung haben sich auch Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), die NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger und DGB-Chef Reiner Hoffmann angekündigt./egi/DP/jha (dpa)
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