Deutsche Geflügelbranche wenig von Fipronil-Skandal betroffen
Knapp einen Monat nach Bekanntwerden des Skandals um mit Fipronil belastete Eier in Deutschland ist die heimische Geflügelbranche nur am Rande betroffen. Die für Lebensmittel verbotene Substanz wurde nur auf fünf Höfen in Niedersachsen nachgewiesen. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg laufen; wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, steht nach Angaben eines Sprechers noch nicht fest. Zwei mutmaßliche Schlüsselfiguren des Fipronil-Skandals sitzen in den Niederlanden in Untersuchungshaft. Ihr Unternehmen soll bei der Säuberung von Hühnerställen bewusst Reinigungsmittel mit dem Insektizid eingesetzt haben.
Seit Bekanntwerden des Skandals wurden im niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) mehr als 5000 Eier auf Fipronil hin untersucht. Nach Angaben des Präsidenten der Behörde, Eberhard Haunhorst, sind in den vergangenen Jahren bestimmte Bereiche wie die Futtermittelüberwachung deutlich verstärkt worden. Auch könnten heute dank Verbesserungen in der Analytik Rückstände in sehr geringen Mengen nachgewiesen werden, was vor einigen Jahren noch nicht möglich war, sagte der Laves-Chef. Er räumte aber auch ein: "Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, vor allem wenn kriminelle Energie mit im Spiel ist."/eks/DP/zb (dpa)
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