Foodwatch kritisiert: 'Geflügel-Charta' klammert Probleme aus
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Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat die Selbstverpflichtung der deutschen Geflügelproduzenten auf eine "Geflügel-Charta" als völlig unzureichend kritisiert. Das Dokument sei mehr ein Werbeprospekt als eine Charta. "Es fehlen jegliche konkreten Zielsetzungen", sagte Tierschutz-Expertin Luise Molling am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir warten darauf, dass die Branche endlich offenlegt, was es eigentlich für Probleme gibt."
Foodwatch kritisiert seit langem die Haltung in der Geflügelmast. Die extreme Gewichtszunahme führe bei den Puten häufig dazu, dass die Tiere sich nicht mehr auf den Beinen halten könnten und umkippten, schilderte Molling. Viele Masthühner hätten entzündete Fußballen.
Dass die Tiere oft in nur gut 30 Tagen zum Schlachtgewicht gemästet würden, sei eine extreme Belastung für den kleinen Organismus. Zudem müssten die Tiere zu dicht aufeinander leben - in vielen Ställen habe ein Huhn gerade einmal ein DIN-A5-Blatt Platz.
"Da gibt es ganz viel, wo man ansetzen und sich konkrete Verbesserungen vornehmen könnte - aber das wird eben nicht getan", kritisierte Molling. Als ersten Schritt forderte sie die Veröffentlichung der Gesundheitsdaten der Tiere, etwa der Schlachthofbefunde oder der Sterblichkeitsraten in den Ställen./sem/DP/fbr (dpa)
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