Hamburg stärkt Edeka bei Übernahmewunsch den Rücken
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- Der Hamburger Senat hat sich in einer Stellungnahme für das Bundeswirtschaftsministerium hinter die geplante Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch die Edeka-Gruppe gestellt. Dadurch biete sich eine realistische Chance, möglichst viele Arbeitsplätze an den verschiedenen Standorten zu erhalten, heißt es in einem Schreiben der Hamburger Wirtschaftsbehörde vom Freitag, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Diesen wesentlichen Vorteil der geplanten Fusion könnten auch die Befürchtungen des Bundeskartellamtes und der Monopolkommission nicht ausräumen, dass der Wettbewerb leiden könnte. "Die Erteilung der Ministererlaubnis ist aus Sicht der Behörde daher gerechtfertigt", heißt es in dem Schreiben, über das zuerst "Die Welt" berichtet hatte. Die Edeka-Gruppe hat ihre Zentrale in Hamburg.
Edeka wollte das Unternehmen Kaiser's Tengelmann mit seinen rund 450 Filialen und 16 000 Mitarbeitern bereits zur Jahresmitte übernehmen, doch das Kartellamt untersagte den Deal. Nun setzen beide Unternehmen auf eine Sondererlaubnis durch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Die Sicherung der Arbeitsplätze ist dabei eines der Hauptargumente für den Zusammenschluss. Das Kartellamt befürchtet jedoch, dass Edeka als Marktführer im deutschen Lebensmittelhandel seine ohnehin schon starke Position weiter ausbaut und eine marktbeherrschende Stellung erreicht.
Gegen die Übernahme ist auch die Gewerkschaft Verdi. Sie befürchtet, dass Standorte geschlossen würden, Arbeitsplätze verloren gingen und die übrigen Standorte innerhalb der Edeka-Gruppe an selbstständige Kaufleute abgegeben werden. Das gehe jedoch meist mit schlechteren Arbeitsbedingungen der Beschäftigten einher./egi/DP/stk (dpa)
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