Rosenberger: „Krebsgeschwür endlich beseitigen“
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Enttäuscht zeigte sich Michaela Rosenberger, Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), nach dem Spitzengespräch der Koalition, dass der Gesetzentwurf gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen von der Union weiter blockiert werde.
„Es ist unerträglich, dass weiter auf Zeit gespielt wird und die CSU den Koalitionsvertrag torpediert. Wieder einmal hätte die Kanzlerin die Gelegenheit gehabt, ein Machtwort zu sprechen. Der Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit ist ein Krebsgeschwür, das endlich beseitigt werden muss.“
Dass Leiharbeiter und Beschäftigte mit Werkverträgen zur Manövriermasse werden, zeigten die schnellen Entlassungen nach dem Brand bei der Firma Wiesenhof in Lohne, ohne dass Möglichkeiten der weiteren Beschäftigung geprüft wurden. „Dass Belegschaften gespalten, Arbeitnehmerrechte ausgehebelt und Werkverträge zu Lohndumping missbraucht werden, zieht sich inzwischen durch die gesamte Lebensmittelindustrie. Dem Missbrauch muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Auch wenn der Gesetzentwurf nicht alle Erwartungen erfüllt. Es fehlt die Mitbestimmung der Betriebsräte bei der Fremdvergabe. Der Gesetzentwurf ist ein Kompromiss, aber er bringt Verbesserungen.“
Rosenberger machte am Vortag der Kundgebung in München „Wir lassen uns nicht spalten. Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen stoppen“ unmissverständlich deutlich, dass die Gewerkschaften einen Wortbruch von Angela Merkel, die das Gesetz immer wieder öffentlich zugesagt habe, nicht hinnehmen werden. „Wenn das Gesetz nicht endlich verabschiedet wird, haben wir im nächsten Jahr ein weiteres Wahlkampfthema“, kündigte die NGG-Vorsitzende an.
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