Chinas Strafzölle lassen Soja-Preis um 5 Prozent fallen
Die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat den Markt für einige Agrarprodukte deutlich unter Druck gesetzt. Besonders stark betroffen war der Handel mit Sojabohnen. Der Preis für ein Scheffel zur Lieferung im Mai fiel am Mittwoch um bis zu 5 Prozent unter 10 US-Dollar. Ein Scheffel Sojabohnen entspricht einer Menge von gut 27 Kilogramm. China ist derzeit der größte Abnehmer von US-Soja.
pnmralex/Pixabay
Peking und Washington hatten zuvor gegenseitige Strafzölle in Höhe von 25 Prozent angekündigt, die jeweils einen jährlichen Warenwert von 50 Milliarden Dollar betreffen sollen. Die USA nehmen Produkte der chinesischen Hochtechnologie-Industrien ins Visier. China will dagegen neben der Auto-, Chemie- und Flugzeugindustrie auch den ländlichen Raum in den USA treffen, wo US-Präsident Donald Trump besonders beliebt ist. Neben Sojabohnen zielt China auch auf andere Agrarprodukte wie Mais, Weizen und Baumwolle ab, deren Preise am Mittwoch ebenfalls deutlich unter Druck gerieten.
Als weltweit größter Produzent und Konsument von Schweinefleisch verbraucht China Unmengen an Sojabohnen, die unter anderem für Tierfutter verwendet werden. Von dem Handelsstreit profitieren könnten brasilianische Soja-Exporteure. Sie hatten bereits im vergangenen Jahr am meisten Soja nach China geliefert. Eugen Weinberg, Experte bei der Commerzbank, weist darauf hin, dass China aufgrund saisonaler Anbaubedingungen in den kommenden Monaten ohnehin mehr Sojabohnen aus Brasilien importieren werde./tos/jsl/jha/ (dpa)
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