Corona-Fälle in einem weiteren Schlachthof in Schleswig-Holstein
Nach den vom Land verfügten Corona-Tests der Mitarbeiter großer Schlacht- und Zerlegebetriebe gibt es weitere Fälle. Der Kreis Nordfriesland meldete am Donnerstag drei Corona-Fälle aus dem Umfeld des Schlachthofes Husum. "Alle drei Personen zeigen nur leichte Symptome. Wir haben für sie und 32 weitere Kontaktpersonen häusliche Quarantäne angeordnet", sagte Landrat Florian Lorenzen. Der Betrieb auf dem Schlachthof in Husum kann weiterlaufen.
Bild von fernando zhiminaicela auf Pixabay
Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Husumer Schlachthof rund 340 Personen getestet. Sie gehören teils zur Stammbelegschaft des Betriebes, teils zu Subunternehmen. Auch 29 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes sind darunter, weil sie für die Kontrolle der Fleischhygiene auf dem Schlachthof verantwortlich sind.
Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) sagte am Donnerstag im Sozialausschuss des Landtags, in einigen der Betriebe liefen die Tests des Personal auf das neuartige Coronavirus aber noch. Von einem Schlachthof im Kreis Steinburg fielen die Tests der 152 Mitarbeiter in 133 Fällen negativ aus. Ein Teil der Mitarbeiter ist derzeit in Urlaub.
Am 8. Mai hatte die Landesregierung auf die hohe Zahl an Corona-Fällen in einem mittlerweile geschlossenen Schlachthof in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) reagiert und Tests für die Belegschaften aller großen Schlachthöfe angeordnet. Nach derzeitigem Stand seien dort 124 Mitarbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, sagte Garg.
Der Gesundheitsminister äußerte sich auch zu den Wohnbedingungen der Mitarbeiter, ein großer Teil der ausländischen Mitarbeiter ist auf dem Gelände einer Kaserne im Kreis Steinburg in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht. Enge Kontakte der Betroffenen hätten auch durch die "gemeinsamen Fahrten per Schlachthofbus zur Arbeit" bestanden.
Nach Angaben der Landesregierung gibt es in Schleswig-Holstein derzeit etwa 50 Schlachtbetriebe, davon etwa sechs größere./akl/DP/stw (dpa)
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