Weltweite Studie deckt den verborgenen Nährwert von Schalentieren und anderen wirbellosen Wassertieren auf

Forschung liefert neue Erkenntnisse, die dazu beitragen, gesündere und nachhaltigere Ernährungssysteme zu gestalten

14.09.2026
AI-generated image

Symbolbild

Der Nährwert von wirbellosen Wassertieren wie Austern, Miesmuscheln und Krabben wurde bislang erheblich unterschätzt, wie eine neue Studie unter der Leitung von Forschern der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) zeigt. Die Ergebnisse liefern eine der bislang umfassendsten Bewertungen des Nährstoffbeitrags von wirbellosen Wassertieren sowie neue Erkenntnisse, um deren Rolle in der menschlichen Ernährung besser zu verstehen und eine nachhaltigere Fischerei, Aquakultur und Planung des Ernährungssystems zu unterstützen.

Die in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie untersuchte 30 für die menschliche Gesundheit essentielle Nährstoffe und stellte fest, dass die derzeitige weltweite Produktion von wirbellosen Wassertieren genügend Vitamin B12 und Selen enthält, um den jährlichen Bedarf von mehr als fünf Milliarden Menschen zu decken. Die derzeitige Produktion von Wirbellosen liefert zudem genügend Jod, Zink, Kupfer und Omega-3-Fettsäuren, um den Jahresbedarf von mehr als einer Milliarde Menschen zu decken. Dies unterstreicht die wichtige Rolle, die diese Lebensmittel bereits in der weltweiten Ernährung spielen, und verdeutlicht, warum wir ihrer Nachhaltigkeit mehr Aufmerksamkeit schenken sollten.

Aquatische Ernährungssysteme werden in der Regel anhand der Menge der produzierten Lebensmittel bewertet und nicht anhand der Nährstoffe, die sie liefern. Die Forscher sagen, dass ein besseres Verständnis des Nährwerts dazu beitragen kann, dass die Ernährung im Mittelpunkt der Diskussionen steht, damit zukünftige Ernährungssysteme sowohl eine gesunde Ernährung als auch eine nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen gewährleisten.

„Viel zu lange haben wir den Erfolg aquatischer Nahrungsmittelsysteme an der Produktionsmenge in Tonnen gemessen und nicht an den Nährstoffen, die sie den Menschen liefern“, sagte Jessica Zamborain-Mason, Hauptautorin der Studie und Assistenzprofessorin für Meereswissenschaften an der KAUST. „Unsere Forschung zeigt, dass wirbellose Wassertiere einen viel größeren Beitrag zur Ernährung leisten, als vielen Menschen bewusst ist. Indem wir den Nährwert neben der Nachhaltigkeit in Entscheidungen über Fischerei, Aquakultur und aquatische Nahrungsmittelsysteme im weiteren Sinne einbeziehen, können wir den vollen Wert dieser Lebensmittel besser verstehen und sie besser schützen sowie nachhaltig bewirtschaften.“

Für die Studie trugen die Forscher Ernährungsdaten von Hunderten aquatischer Wirbellosenarten zusammen und entwickelten Vorhersagemodelle, um den Nährstoffgehalt von mehr als 50.000 potenziell essbaren Arten abzuschätzen. Der daraus resultierende Datensatz ermöglicht es, den Ernährungsaspekt im Rahmen umfassenderer sozioökologischer Ziele zu berücksichtigen, und bietet die Möglichkeit, aquatische Wirbellose in den Mittelpunkt aktueller und zukünftiger Diskussionen zur Ernährungssicherheit zu rücken.

Die im Rahmen der Studie ermittelten Nährstoffschätzungen werden zudem in SeaLifeBase integriert, eine der weltweit größten Online-Datenbanken für Meeresarten, wodurch Forscher und politische Entscheidungsträger weltweit Zugang zu neuen Daten über den Nährwert aquatischer Lebensmittel erhalten. Die Analyse ergab, dass aquatische Wirbellose im Verhältnis zu ihrer Produktionsmenge einen überproportional hohen Anteil an wichtigen Mikronährstoffen liefern. In der Aquakultur beispielsweise machen wirbellose Tiere gewichtsmäßig nur etwa ein Drittel der Produktion aus, liefern jedoch mehr als die Hälfte der Nährstoffe wie Jod, Vitamin B12, Vitamin C und Eisen.

Die Studie hebt zudem hervor, dass die Art und Weise, wie aquatische Lebensmittel verarbeitet werden, deren Nährwert beeinflussen kann. So weisen beispielsweise 100 Gramm getrockneter Wirbelloser oft höhere Mineralstoffkonzentrationen auf als rohes Gewebe, was Möglichkeiten eröffnet, den Nährwert durch Produktentwicklung zu maximieren und gleichzeitig Abfall zu reduzieren.

Die Forscher betonen, dass die Ergebnisse kein Aufruf zur vermehrten Befischung aquatischer Arten sind. Vielmehr liefern sie eine solidere Faktengrundlage dafür, bei der Bewirtschaftung der Fischerei, dem Ausbau der Aquakultur oder der Untersuchung aquatischer Nahrungsmittelsysteme neben der Nachhaltigkeit auch den Nährwert zu berücksichtigen. „Über viele aquatische Wirbellose weltweit liegen nur wenige Daten vor oder sie wurden hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit noch nicht bewertet. Unsere Arbeit unterstreicht die Notwendigkeit, diese Ressourcen besser zu schützen, zu überwachen und zu bewerten, da sie zusammen mit anderen aquatischen Lebensmitteln ein Schlüsselelement für die Gewährleistung der aktuellen und zukünftigen Ernährungssicherheit sein können“, fügte Zamborain-Mason hinzu.

Das Team hofft, dass die Forschungsergebnisse Regierungen, der Industrie und internationalen Organisationen dabei helfen werden, Ernährungsaspekte umfassender in die Politik der Fischerei, Aquakultur und der Ernährungssysteme einzubeziehen und gleichzeitig wichtige Lücken zu identifizieren, in denen weitere Forschung oder Ernährungsdaten benötigt werden.

Da die Länder bestrebt sind, widerstandsfähigere Ernährungssysteme aufzubauen, ist es nach Ansicht der Forscher nur ein Teil des Gesamtbildes, zu verstehen, welche Lebensmittel produziert werden. Ebenso wichtig ist es, die Nährstoffe zu verstehen, die diese Lebensmittel liefern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit einem Computersystem ohne menschlichen Eingriff übersetzt. LUMITOS bietet diese automatischen Übersetzungen an, um eine größere Bandbreite an aktuellen Nachrichten zu präsentieren. Da dieser Artikel mit automatischer Übersetzung übersetzt wurde, ist es möglich, dass er Fehler im Vokabular, in der Syntax oder in der Grammatik enthält. Den ursprünglichen Artikel in Englisch finden Sie hier.

Originalveröffentlichung

Weitere News aus dem Ressort Wissenschaft

Meistgelesene News

Weitere News von unseren anderen Portalen

Themenwelt Künstliche Intelligenz (KI)