IGZ-Forscher Dr. Oliver Körner erhält STIAS-Fellowship für nachhaltige Lebensmittelsysteme in Afrika

Das fünfköpfige internationale Team verbindet Expertise aus Aquaponik, Aquakultur und Systemmodellierung aus fünf Ländern

11.09.2026
Oliver Körner IGZ

IGZ-Forschungsgruppenleiter Dr. Oliver Körner wurde gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam für ein Team Fellowship am Stellenbosch Institute for Advanced Study (STIAS) in Südafrika ausgewählt. Im ersten Halbjahr 2027 wird das fünfköpfige Team unter dem Titel „An interdisciplinary international approach for sustainable and viable food production systems for Africa“ gemeinsam an Konzepten für nachhaltige und an regionale Bedingungen angepasste Nahrungsmittelproduktionssysteme forschen.

Das Fellowship führt Wissenschaftlerinnen aus fünf Ländern und unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen. Neben Oliver Körner vom Leibniz- Institut für Gartenbauwissenschaften (IGZ) in Deutschland gehören Alyssa Joyce von der University of Gothenburg (Schweden), Erick Ogello von der Maseno University (Kenia), Maryam El Bakali von der Abdelmalek Essaâdi University (Marokko) und Khalid Salie von der Stellenbosch University (Südafrika) zum Kernteam.

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit steht die Frage, wie ressourceneffiziente und klimaresiliente Produktionssysteme für die verschiedenen lokalen Bedingungen in Afrika weiterentwickelt werden können. Dabei verbindet das Team Expertise aus Aquakultur, Aquaponik, Pflanzenproduktion, Controlled Environment Agriculture, Systemmodellierung und Ressourcenmanagement.

„Die große Stärke unseres Teams liegt darin, dass wir sehr unterschiedliche fachliche und regionale Perspektiven zusammenbringen. Unser Ziel ist es, eine speziell an die regionalen Standortbedingungen angepasste Toolbox für die Planung nachhaltiger Produktionssysteme zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Aquaponik, Bioponik und daraus weiterentwickelte gekoppelte Produktionssysteme. Auf Basis einer begrenzten Auswahl geeigneter und verfügbarer Materialien sollen damit standort- und kulturspezifische Systeme geplant, modelliert und bewertet werden“, sagt Dr. Oliver Körner.

Das Fellowship baut auf einer langjährigen internationalen Zusammenarbeit auf, die in den Forschungsprojekten „BLUECYCLING“ und „AquaponicsOpti“ aufgebaut und weiterentwickelt wurde.

„Das Besondere an diesem Format ist, dass wir über einen längeren Zeitraum gemeinsam vor Ort arbeiten können. Dadurch haben wir die Möglichkeit, unsere unterschiedlichen Ansätze wirklich zusammenzuführen und aus der bisherigen Zusammenarbeit neue gemeinsame Konzepte und Forschungsansätze zu entwickeln“, fasst Dr. Oliver Körner zusammen.

Ein für Januar 2027 geplanter Workshop bringt neben dem Fellowship-Team weitere internationale und südafrikanische Fachleute aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Im Mittelpunkt steht neben der technischen Gestaltung der Produktionssysteme die Frage, wie diese unter unterschiedlichen Standortbedingungen nachhaltig und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden können.

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