Online-Lebensmittelhandel: Nimmt Amazon dem LEH die Butter vom Brot?
Kommentar von Gerald Lindinger-Pesendorfer, Bereichsleiter Food/FMCG bei Dr. Wieselhuber & Partner
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Amazon, in den USA bereits mit dem Lieferservice AmazonFresh aktiv, plant nun die Eröffnung von stationären Abholstationen für Lebensmittel in den Staaten, um den Verkauf auch jenseits der Ballungsräume auszubauen.
Nur: Die Idee von Lebensmittel-Abholstationen ist alles andere als neu. In Großbritannien gibt es diese schon auf breiter Fläche in Supermärkten, Tankstellen oder U-Bahnhöfen. Und auch in Deutschland existieren Abholstationen, wenn auch nur in geringem, experimentellem Ausmaß. Denn bisher macht der Online-Marktanteil am Lebensmittelhandel hierzulande, beeinflusst durch das niedrige, discountergeprägte Preisniveau und das dichte stationäre Ladennetz, nur ca. 1 Prozent aus. Tendenz steigend? Ja! Denn viele Konsumenten sind bereit, für gute Qualität und guten Service auch etwas mehr zu bezahlen.
Online-Shopping revolutioniert den Lebensmittelhandel, auch in Deutschland. Die Veränderungen in naher Zukunft werden dabei zwar häufig überschätzt, die mittelfristigen Veränderungen aber dramatisch unterschätzt! Wer sich in diesem wandelnden Marktumfeld künftig als E-Vollsortimenter etablieren will muss neben Preis und gutem Anliefer-/Abholservice also auch die Qualität der Frischwaren im Auge haben – darauf werden die Käufer pochen. Die spannende Frage ist: Wann und mit welchem Geschäftsmodell wird Amazon den Frischedienst in Deutschland anbieten? Nimmt das Unternehmen damit Edeka und Rewe die Butter vom Brot?
Fakt ist: Spätestens in fünf Jahren wird der Online-Einkauf von Lebensmitteln akzeptiert und etabliert sein. On- und Offline werden sich nahtlos ergänzen – sowohl beim Angebot, als auch den Einkaufsgewohnheiten.
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