AB Inbev wegen Fusion zu Verkauf weiterer Biermarken bereit
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Der weltgrößte Bierkonzern AB Inbev will Medienberichten zufolge mit dem Verkauf von weiteren bedeutenden Marken die Zustimmung der Kartellbehörden für die milliardenschwere Übernahme des Konkurrenten SABMiller gewinnen. Geplant sei die Trennung von den in Europa starken Biermarken Grolsch und Peroni, berichteten das «Wall Street Journal» («WSJ»/Montag) und die britische «Sunday Times» übereinstimmend.
Peroni und Grolsch sind zwei der vier Sorten von SABMiller, die weltweit vertrieben werden. Analysten zufolge hätte eine Fusion unter anderem in Italien und den Niederlanden einen hohen Marktanteil zur Folge - den jeweiligen Heimatmärkten der beiden nun offenbar zum Verkauf stehenden Sorten.
AB Inbev hat für die Übernahme der Nummer zwei am Weltmarkt rund 71 Milliarden britische Pfund (101 Mrd Euro) auf den Tisch gelegt. Das Unternehmen will mit der Übernahme vor allem die starke Stellung von SABMiller in Entwicklungsländern ausnutzen, unter anderem in Afrika.
Dort setzt die Bierindustrie auf eine wachsende zahlungskräftige - und bierdurstige - Mittelschicht.
In den USA hatten die Unternehmen beim Bemühen um behördliche Zustimmung bereits Zugeständnisse gemacht: Der Mehrheitsanteil von SABMiller am Joint Venture MillerCoors geht für 12 Milliarden US-Dollar (11,3 Mrd Euro) an den Partner Molson Coors. Die Vertriebsrechte für Peroni und Grolsch liegen dort bei MillerCoors.
Weltweit kommt knapp jedes dritte Bier aus den Braukesseln von AB Inbev (Budweiser, Beck's) und SABMiller (Foster's, Pilsner Urquell). (dpa)
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