CETA-Gegner warnen vor niedrigeren Lebensmittelstandards
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Gegner des Freihandelsabkommens CETA haben vor der informellen EU-Handelsministerkonferenz an diesem Freitag in Bratislava zu Demonstrationen aufgerufen. Am Donnerstagabend und während des Freitags wollen sie in Protestveranstaltungen rund um den Konferenzort auf die Gefahren von CETA hinweisen, die ihrer Meinung nach bestehen. Das Abkommen der EU mit Kanada soll noch im Herbst unterzeichnet und werden.
Heidemarie Porstner von der österreichischen Umweltorganisation Global 2000 sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Grundausrichtung von CETA ist, Handelsbarrieren zu senken. Aus der Perspektive der Industrie sind das zum Beispiel strenge Auflagen für den Umweltschutz oder auch das Vorsorgeprinzip in der EU. Dieses ermöglicht, dass Produkte erst nach genauen Studien zugelassen werden, die ihre Unbedenklichkeit für Gesundheit und Umwelt nachweisen."
Ernst-Christoph Stolper vom "BUND" sagte: "Für deutsche Konsumenten bringt CETA die Gefahr, dass gentechnisch veränderte Futtermittel für unsere Fleischproduktion verwendet werden. Für deutsche Produzenten von Agrarprodukten heißt es, dass Billigimporte aus Kanada auf den Preis und auch die Qualität drücken werden, während wir umgekehrt kanadische Bauern mit unseren Milchüberschüssen überschwemmen."/ct/DP/jha (dpa)
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