Deutsche Süßwarenindustrie begrüßt Verabschiedung des Internationalen ISO-Standards „Nachhaltiger und rückverfolgbarer Kakao“
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Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) begrüßt die Verabschiedung der internationalen Norm „ISO 34101 Nachhaltiger und rückverfolgbarer Kakao“ durch die Internationale Standard Organisation ISO. Als europäische Norm (EN) und als deutscher Standard (DIN) soll sie bis zum Ende des Jahres publiziert werden.
Photo by Pablo Merchán Montes on Unsplash
Erstmalig wurde mit dieser Norm für einen Lebensmittelrohstoff ein ISO-Nachhaltigkeitsstandard unter Beteiligung möglichst vieler Akteursgruppen geschaffen. Der BDSI hat die Normtexte mit seinen Experten sowohl im deutschen Ausschuss beim Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) als auch in den Arbeitsgruppen auf internationaler Ebene mitverhandelt. Auch Vertreter der Kakaoanbauer aus den wichtigsten Kakaoanbauländern und deren Regierungen waren beteiligt.
Die Zielsetzung der nun verabschiedeten ISO-Norm ist es, dass Kleinbäuerinnen und -bauern verantwortlich ihre Farmen betreiben können, sie langfristig wettbewerbsfähig sind und genügend Einkommen für sich und ihre Familien erzielen. Daher setzt das Regelwerk auf einen stufenweisen Ansatz, um möglichst vielen Bäuerinnen und Bauern den Einstieg in den Standard zu ermöglichen. Eines der Kernelemente zur Umsetzung eines planerischen und zukunftsorientierten Anbaus ist ein Farmentwicklungsplan, der eine Hilfestellung für die Kleinbauern bieten wird und von den Farmerorganisationen vor Ort mit den einzelnen Bauern entwickelt werden soll. Zahlreiche Regeln zur Bekämpfung und den Ausschluss missbräuchlicher Kinderarbeit sowie gegen Entwaldung wurden ebenfalls in die Norm aufgenommen.
Viele im Rahmen des Erarbeitungsprozesses entwickelte Regeln finden sich auch in den bereits bestehenden Standards von Fairtrade und Rainforest Alliance, so zum Beispiel gute agrarische Praktiken und Rückverfolgbarkeits-Systeme.
Für die Abnehmer und die Verbraucher kann die Verwendung des neuen ISO-Standards durch Auslobungen auf den Produkten erkennbar gemacht werden.
Damit der Standard breite Akzeptanz findet, muss er nun weltweit angewendet werden, sowohl in den Produzentenländern als auch auf Abnehmerseite in Europa.
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