GEA stärkt Kompetenzzentrum für mechanische Trenntechnik: Process Test Center am Standort Oelde wird erweitert

Investition am Produktionsstandort Oelde schafft Raum für komplexere Tests und breiteres Anwendungsspektrum – Fertigstellung bis Ende 2026 geplant

04.09.2026
GEA

Explosionsgeschützter Versuch nach ATEX-Standard im Process Test Center von GEA in Oelde.

GEA investiert in den Ausbau seines Process Test Centers (PTC) am Stammsitz für mechanische Trenntechnik in Oelde. Im Zuge der Erweiterung entsteht ein dritter Testraum, der zusätzliche Kapazitäten für Kundenversuche, interne Entwicklungsprojekte sowie Tests mit größeren Maschinen und modernen Skidlösungen schafft. Nach Abschluss der Erweiterung umfasst das PTC eine Gesamtfläche von 3.500 m² und ermöglicht Versuche mit einem Rohstoff- beziehungsweise Medieninput von bis zu 5.000 l/h. Die Baumaßnahme ist Teil eines umfassenderen Plans zur Modernisierung und Weiterentwicklung des PTC. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 geplant.

Nachfrage aus der Industrie als Wachstumstreiber

Das Process Test Center in Oelde ist seit Jahren zentraler Bestandteil des GEA-Serviceangebots für die Entwicklung und Anwendung zentrifugaler Trenntechnik und blickt auf eine 70-jährige Historie zurück. Kunden aus einem breiten Branchenspektrum nutzen die Einrichtung, um Trennprozesse mit GEA-Dekantern und -Separatoren unter praxisnahen Bedingungen zu validieren und die passende Technologie für ihre spezifischen Anforderungen auszulegen. Mehr als 60.000 Versuchsberichte aus unterschiedlichsten Anwendungsgebieten wurden seitdem erstellt und archiviert. Diese Datenbasis macht das PTC zu einem gewachsenen Wissensspeicher für die Auslegung und Weiterentwicklung mechanischer Trennprozesse.

Schwerpunkte liegen vor allem in Chemie und Pharma; ergänzend werden Prozesse auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie Anwendungen in der Getränke- und Milchverarbeitung getestet. Die Nachfrage nach solchen Versuchen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen: Derzeit werden jährlich rund 800 Produktmuster in Oelde getestet und weiterentwickelt. Mit der Erweiterung reagiert GEA auf diesen Trend und stellt sicher, dass Kunden auch künftig zeitnah Zugang zu Testkapazitäten erhalten.

Von der Probe zur Produktion – Prozesssicherheit als Versprechen

Tests im PTC geben Kunden Planungssicherheit: Welche Maschine ist die richtige? Welche Prozessparameter liefern das beste Ergebnis? Wie verhält sich das Verfahren bei schwankenden Rohstoffqualitäten, und welche Produktqualitäten lassen sich kontinuierlich erreichen? Diese Fragen lassen sich im Testmaßstab beantworten und auf industrielle Prozesse übertragen.

Mit dem dritten Testraum gewinnt GEA die Flexibilität, neue Anwendungen schneller zu testen und Entwicklungsprojekte gezielter voranzutreiben. Das kommt sowohl Kunden zugute, die eine belastbare Entscheidungsgrundlage vor einer Investition benötigen, als auch dem GEA-internen F&E-Team, das künftig mehr Spielraum für eigenständige Versuchsreihen erhält. Für die Versuche steht mit über 120 Versuchsmaschinen von kleinen Laboranlagen bis hin zu industrienahen Skids ein breites Spektrum an Dekantern und Separatoren zur Verfügung. Bereits heute verfügt das PTC zudem über einen ATEX-zertifizierten Versuchsraum für den Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen. Diese Infrastruktur ermöglicht anspruchsvolle Anwendungen aus Chemie, Öl & Gas und verwandten Industrien.

Ressourcenschonende Infrastruktur inklusive

Die neue Einrichtung wird von Anfang an mit ressourcenschonenden Technologien betrieben. Vorgesehen sind unter anderem ein eigenes Abwasseraufbereitungssystem sowie der Einsatz einer GEA-eigenen Wärmepumpe – beides Lösungen, die GEA auch in Kundenprojekten einsetzt und hier in der eigenen Infrastruktur implementiert.

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