Agrar-Riese Monsanto - Genfood-Monster oder Innovationsführer?
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Kaum ein US-Konzern ist so umstritten, doch Bayer bietet trotzdem Milliarden: Das Agrar-Schwergewicht Monsanto ist einer der weltgrößten Hersteller von Saatgut und Unkrautvernichtern - und setzt dabei oft und gerne auf Gentechnik. Umweltaktivisten laufen deshalb schon seit Jahren Sturm gegen die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Hauptsitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri.
Mit seinen Genmanipulationen, Patentklagen, flächendeckenden Düngemittel-Einsätzen und starkem Lobby-Einfluss hat es Monsanto geschafft, zum Lieblingsfeind der deutschen Gegner des geplanten Freihandelsabkommens TTIP zu werden. Geht es um Monsanto, ist hierzulande etwa von "Monstermais" die Rede. In den USA ist der Blick auf das Unternehmen indes ein etwas anderer.
Die US-Agrar- und Nahrungsmittelindustrie stellt sich gerne als innovativer Fürsorger dar, der sich nur darum kümmert, dass die ganze Welt eines Tages genug zu essen hat. Das sei mit konventionellen Anbau- und Produktionsmethoden nun einmal nicht zu schaffen, argumentieren Konzerne wie Monsanto. Das Unternehmen bezeichnet eine nachhaltige Landwirtschaft aller Kritik zum Trotz als "Kernanliegen".
Besonders rund lief es für Monsanto zuletzt allerdings nicht. Im letzten Geschäftsquartal bis Ende Februar brachen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 13,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro) ein. Der Überschuss sank von 1,43 auf 1,06 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr schmolz der Börsenwert des in 66 Ländern vertretenen Unternehmens, das knapp 21 200 Mitarbeiter beschäftigt, um fast 20 Prozent./vge/hbr/DP/edh (dpa)
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