Minister fordern in Brüssel Anti-Pilz-Mittel für Bio-Winzer
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Forderung nach Spritzmittel gegen schwarze Schrumpeltrauben: Der rheinland-pfälzische Weinbauminister Volker Wissing (FDP) und Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) haben sich bei der Europäischen Union für eine Wiederzulassung des Anti-Pilz-Mittels Kaliumphosphonat für Öko-Winzer eingesetzt. Die derzeitige Regelung sei für die klimatischen Bedingungen im deutschen Weinbau nicht sachgerecht, teilten die beiden Minister nach einem Gespräch in der EU-Generaldirektion Landwirtschaft am Dienstag in Brüssel mit.
Die Winzer im biologischen Weinbau dürfen das Mittel nicht verwenden, während es konventionellen Winzern erlaubt ist. Grund ist die 2013 erfolgte Umdeklarierung von einem Pflanzenstärkungs- zu einem Pflanzenschutzmittel. Kaliumphosphonat wird vor allem gegen den Falschen Mehltau eingesetzt, der Blüten, Trauben, Stängel und Blätter befällt und sie absterben lässt. In diesem Jahr war der Befall wegen der feuchten Witterung im Frühsommer besonders schlimm.
Die EU beharrt bisher auf dem Standpunkt, dass Kaliumphosphonat unvereinbar mit biologischem Anbau ist. Dies sei das Ergebnis einer Untersuchung einer Expertenkommission. Wissing hingegen vermutet, dass die südeuropäischen Länder, in deren Weinanbaugebieten der Mehltau nicht so ein großes Problem ist, eine Änderung blockieren./fdo/DP/tos
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