Coca-Cola zeigt im Tarifstreit weiterhin Verhandlungsbereitschaft
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Im Tarifkonflikt um mehr Geld für die Mitarbeiter des Getränke-Konzern Coca-Cola in Deutschland will das Unternehmen grundsätzlich wieder an den Verhandlungstisch. "Wir sind jederzeit bereit, das Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern wieder aufzunehmen, denn wir sind überzeugt, ein faires erstes Angebot unterbreitet zu haben", teilte eine Sprecherin der Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE) am Dienstag in Berlin auf dpa-Anfrage mit. Zuvor hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ab April weitere Warnstreiks an Standorten des Unternehmens in Deutschland angekündigt, ohne konkret werden zu wollen. Ziel sei es, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, sagte eine NGG-Sprecherin.
Die erste Tarifrunde hatte die Gewerkschaft im Januar abgebrochen. Einen zweiten Termin gibt es laut NGG und Coca-Cola noch nicht. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Entgelte für alle Mitarbeiter um 160 Euro. Auszubildende sollen 100 Euro mehr bekommen. Die Arbeitgeberseite habe 1,3 Prozent mehr angeboten, dies würde nur 30 Euro pro Monat mehr bedeuten, erklärte die Gewerkschaft.
Coca-Cola wies dies zurück. Es sei mit mehr Urlaubsgeld und Altersvorsorge insgesamt eine Entgelterhöhung von durchschnittlich 2,5 Prozent angeboten worden. Zu den möglichen Auswirkungen weiterer Warnstreiks erklärte die Unternehmenssprecherin, diese seien pauschal nicht zu beziffern. "Grundsätzlich sind wir bemüht, die Auswirkungen von Streiks auf unsere Kunden und Konsumenten so gering wie möglich zu halten." Coca-Cola hat nach eigenen Angaben 39 Standorte in Deutschland, darunter 18 Produktions- und 15 Logistikstandorte.
In Halle hatten sich laut NGG am Montag 60 der insgesamt 290 Mitarbeiter an einem achtstündigen Warnstreik beteiligt. Nach Angaben des Unternehmens waren etwa 95 Kunden in der Region betroffen, die nicht beliefert werden konnten. Sie hätten ihre Ware in der nächsten Tour am Dienstagmorgen erhalten./pb/DP/tos (dpa)
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