Männer essen eher Insekten als Frauen
Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass 87 Prozent der Menschen Insekten nur dann essen, wenn diese nicht sichtbar sind
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Der Gang zum Lebensmittelgeschäft kann heutzutage eine schmerzhafte Erfahrung sein, da die rekordverdächtigen Preissteigerungen das kanadische Lebensmittelbudget belasten. Doch wie viele Gesellschaften auf der ganzen Welt bereits wissen, liegt uns eine billige und reichhaltige Proteinquelle buchstäblich zu Füßen: Insekten, insbesondere Grillen, Heuschrecken, Ameisen und Käfer.
Während die Entomophagie - der Verzehr von Insekten - in den USA und in Kanada noch nicht so weit verbreitet ist, hat eine neue Studie von Concordia-Forschern ergeben, dass es ein gewisses Interesse an dieser Ernährungsweise gibt, wobei einige Bevölkerungsgruppen offener sind als andere.
Nadezhda Velchovska, Studentin der Fakultät für Psychologie, befragte zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 252 erwachsene Besucher des Insektariums von Montreal. Mithilfe eines strukturierten Online-Fragebogens untersuchte sie die Bereitschaft, die Motivation und die Hemmnisse der Teilnehmer, Lebensmittel auf Insektenbasis zu probieren.
Nach der Analyse der Ergebnisse stellten Velchovska und ihr Betreuer Rassim Khelifa, Assistenzprofessor an der Fakultät für Biologie, fest, dass 44 Prozent der Befragten bereit waren, Insekten zu probieren, aber nur 27 Prozent waren bereit, sie in ihre regelmäßige Ernährung aufzunehmen.
Männer waren eher bereit als Frauen, Lebensmittel auf Insektenbasis zu verzehren, und sie hatten sie in der Vergangenheit häufiger probiert. Ein höheres Bildungsniveau spielte ebenfalls eine Rolle: Teilnehmer mit Hochschulabschluss experimentierten zu Hause eher mit Zutaten auf Insektenbasis, und bei Frauen stieg der frühere Insektenkonsum mit der Bildung. Das Alter allein erwies sich nicht als konsistenter Prädiktor.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.
Gepulvert ist besser
Neugier war der stärkste Motivator, um Menschen dazu zu bringen, Lebensmittel auf Insektenbasis zu probieren, und machte fast 42 Prozent der Befragten aus. Weitere Faktoren waren der wahrgenommene Nutzen für die Gesundheit und den Nährwert, die ökologische Nachhaltigkeit und der Geschmack.
Das größte Hindernis war der Ekel, der von 70 Prozent der Befragten genannt wurde. Es folgten die Angst vor Insekten, Unsicherheit über die Sicherheit und gesundheitliche Bedenken.
Aufmachung und Verpackung waren ebenfalls wichtig: 87 Prozent der Befragten bevorzugten Produkte, bei denen die Insektenkomponente nicht sichtbar war. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie vielleicht oder auf jeden Fall Backwaren aus Grillenmehl probieren würden. Fast die Hälfte würde einen Proteinriegel aus Grillenmehl und ein Grillenbrot in Pulverform probieren. Andererseits gaben 82 Prozent der Befragten an, dass sichtbare Larven in einem Muffin sie davon abhalten würden, diesen zu essen.
"Die Motivatoren und Hindernisse zeigen ein interessantes Wechselspiel", sagt Velchovska. "Wenn wir die Entomophagie fördern wollen, wäre der beste Weg, die Öffentlichkeit von den gesundheitlichen Vorteilen und den hygienischen Bedingungen zu überzeugen, unter denen diese Insekten gezüchtet werden. Wir sollten auch den enormen Unterschied in der Menge der Treibhausgasemissionen betonen, die bei der Insektenzucht im Vergleich zur Viehzucht entstehen".
Khelifa fügt hinzu, dass die Insektenzucht dazu beitragen kann, die 40 Prozent der Lebensmittel, die in Kanada weggeworfen werden, wiederzuverwerten. Diese Praxis könnte auch zu einer nachhaltigeren landwirtschaftlichen Produktion beitragen - einschließlich Futtermitteln für Nutztiere.
"Wenn wir unsere Lebensmittelabfälle an Insekten verfüttern, nehmen sie an Körpermasse zu und liefern uns mehr Insektenprotein und mehr Insektenausscheidungen, die sich hervorragend als Dünger eignen", sagt er. "Das Protein müsste nicht einmal direkt für den menschlichen Verzehr bestimmt sein - es könnte als Futter für Hühner, Schweine und Aquakulturen verwendet werden. Die Einbeziehung von Insekten in unser Lebensmittelsystem, entweder direkt oder indirekt, kann enorme potenzielle Vorteile mit sich bringen.
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