Bewusster, anspruchsvoller Genuss überdauert den schnellen Rausch
BOAR Gin® demonstriert, dass ein Rückgang beim Alkoholkonsum für Hersteller hochwertiger Spirituosen auch Chancen bieten kann
Das Interesse an alkoholischen Getränken ist in Deutschland bereits seit einigen Jahren erkennbar rückläufig. Dies betrifft alle Arten gleichermaßen, so auch die Spirituosen. Obwohl diese nur etwa 10 % des Reinalkoholkonsums ausmachen, zeigt sich bei einzelnen Sorten ein drastischer Rückgang. Nach einem für die Hersteller erfreulichen Boom in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre trifft die Marktentwicklung seit einigen Jahren auch den Gin. Nachdem sich dessen Absatz zwischen 2014 und 2021 noch verdreifacht hatte, ist er seither ebenfalls deutlich rückläufig. Trotz dieses für Hersteller auf den ersten Blick besorgniserregenden Trends beweisen ausgewählte Erfolgsgeschichten wie die der BOAR Distillery im Schwarzwald, dass exemplarisch der Gin noch lange nicht totgesagt werden sollte und im Gegenteil unter den richtigen Voraussetzungen internationale Erfolgsgeschichten schreiben kann.
Symbolbild
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Weniger ist mehr: Qualität statt Quantität
Bei genauer Betrachtung der statistischen Entwicklung fällt ein Umstand besonders ins Auge: Zwar ist die Menge der pro Kopf konsumierten Spirituosen rückläufig, der mit Produkten wie Gin erzielte Umsatz bleibt jedoch weitgehend konstant. Die logische Schlussfolgerung hieraus lautet: Es wird zwar weniger getrunken, für das was getrunken wird, geben Konsumenten jedoch im gleichen Maße mehr aus. Dies ist nicht einfach auf eine Verteuerung zurückzuführen, sondern messbares Zeichen für eine Premiumisierung: Zahlreiche Studien belegen, dass Konsumenten verantwortungsbewusster genießen und weniger bzw. seltener trinken. Wenn Sie aber zum Glas greifen, entscheiden sie sich für hochwertige Produkte und Premium-Marken aus dem gehobenen Preissegment. Selbst bei jüngeren Konsumenten, die insgesamt einen deutlichen Trend zur Abstinenz zeigen, ist zu beobachten, dass zum Beispiel nicht mehr „wild durcheinander getrunken“ wird, sondern sich die Auswahl auf ein bis zwei Getränkekategorien pro Anlass beschränkt. Hier kann sich der Gin weiterhin neben anderen Spirituosenklassikern behaupten.
Traditionelles Handwerk macht sich bezahlt
Wie im gesamten Lebens- und Genussmittelsegment ist auch bei Spirituosen ein wachsendes Verbraucherinteresse an lokalen, regionalen und in Handarbeit hergestellten Produkten zu beobachten. Qualitativ hochwertige, lokal produzierte Produkte gelten insgesamt als nachhaltiger und verantwortungsbewusster, was für viele Verbraucher auch höhere Ausgaben bei gleichzeitig zurückhaltenderem Konsum rechtfertigt. Bildlich gesprochen: Wer sein Gemüse bevorzugt auf dem örtlichen Wochenmarkt, sein Fleisch beim regionalen Produzenten und seinen Kaffee von der kleinen Privatrösterei kauft, entscheidet sich gerne auch für ausgesuchte Gin-Spezialitäten aus einer Kleindestillerie. Hersteller wie die BOAR Distillery im Schwarzwald, die diesen Trend bedienen und mit exklusiven Premium-Produkten überzeugen, können sich erfolgreich gegen den allgemeinen Markttrend behaupten.
Kreativität und Innovation erschließen neue Märkte
Auch bei Spirituosen sind vor allen Dingen Produkte gefragt, die sowohl durch die Qualität ihrer Zutaten als auch durch Expertise und Sorgfalt in einer nicht rein industriellen Herstellung überzeugen. Hier bieten sich durch die Entwicklung neuer bzw. die gezielte Weiterentwicklung etablierter Produkte neue Chancen. Neue Geschmacksrichtungen, vermeintlich unkonventionelle Zutaten, besonders anspruchsvolle handwerkliche Prozesse, bis hin zu einer kreativen und hochwertigen Gestaltung der Marke: Ein Produkt ist erfolgreich, wenn es eine Geschichte erzählt, die Interesse weckt und begeistert.
Daneben lohnt sich aber auch der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand. Im Falle der Spirituosen bedeutet dies, dem eigentlichen Wortsinn untreu zu werden und das Angebot mit alkoholfreien Varianten beliebter Getränke zu erweitern.
Erfolge nüchtern betrachten
Gerade die jüngere Generation verliert zunehmend das Interesse am Alkoholrausch. Insgesamt gehen Konsumenten heute bereits deutlich verantwortungsbewusster mit Alkohol im Allgemeinen und hochprozentigen Spirituosen im Besonderen um. Gesundheitliche Aspekte stehen hierbei meist im Vordergrund. Gleichzeitig wäre es aber zu kurz gegriffen, den Alkoholkonsum insgesamt nur auf das Interesse am Vollrausch zu reduzieren. Gerade klassische Spirituosen wie Gin, insbesondere in Form beliebter Mix-Getränke und Cocktails, werden in erster Linie wegen ihres besonderen Geschmacks getrunken. Um diese beiden Aspekte, Verantwortungsbewusstsein und Genuss, miteinander zu verbinden, setzen Hersteller wie die BOAR Distillery im Schwarzwald auch auf neue alkoholfreie Varianten ihrer klassischen Produkte.
Auch wenn die Nachfrage nach alkoholfreien Spirituosen im Vergleich zu ihren alkoholischen Vorbildern aktuell noch gering ausfällt, prognostizieren Studien für die kommenden Jahre weltweit einen rasanten Anstieg des Umsatzes in dieser Kategorie. Dies wird sich vor allen Dingen dann bewahrheiten, wenn es Herstellern gelingt, mit der Qualität und Geschmack zu überzeugen. Alkoholfreier Gin soll beispielsweise nicht als Modifikation des eigentlichen Produktes, sondern als eigenständiges Produkt mit gleichem handwerklichen und Qualitätsanspruch dargestellt werden.