Weltweit erste Eisproduktion ohne CO₂
Florida Eis investiert 25 Millionen Euro
Der Berliner Eishersteller Florida Eis plant in Schönebeck (Sachsen-Anhalt) die weltweit erste CO₂-freie Speiseeis-Manufaktur. Mit einer Investition von rund 25 Millionen Euro soll dort unter Leitung von Geschäftsführer Olaf Höhn eine Produktionsstätte entstehen, die konsequent auf erneuerbare Energien und innovative Kühltechnologien setzt und damit einen neuen Standard für die gesamte Lebensmittelbranche setzen könnte.
2.000 Tonnen CO₂ pro Jahr – bereits heute
Florida Eis spart bereits jetzt jährlich über 2.000 Tonnen CO₂ ein. Dies gelingt durch Energierückgewinnung aus den zur Speiseeis-Herstellung benötigten Kältemaschinen, gekoppelt mit Solarthermie, einer der ersten Adsorptionskälteanlagen und einer Photovoltaikanlage. Glasschaumschotter im Tiefkühlbereich sorgt für eine Superisolierung.
In Schönebeck geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter: Ziel ist die Errichtung der weltweit ersten Betriebsstätte zur vollständig CO₂-freien Speiseeisproduktion mit einer geplanten Jahreskapazität von rund 5.000 Tonnen Eis.
Vegane Sorten und kompostierbare Verpackung
Zum Produktportfolio in Schönebeck gehören auch vegane Eissorten. Zudem hat das Unternehmen eine vollständig kompostierbare Verpackung für Speiseeis entwickelt. Bereits 2013 wurde Florida Eis von der Bundesregierung als Klimaschutz-Musterbetrieb ausgezeichnet.
Bis zu 250 neue Arbeitsplätze
Neben dem ökologischen Mehrwert bringt die Ansiedlung auch wirtschaftliche Impulse für die Region: Bis zu 250 neue Arbeitsplätze sollen in Schönebeck entstehen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Energiekrise – und bewertet die Investition als wirtschaftlich vielversprechend.
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