Zuckerindustrie: Warnstreikwelle rollt
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„Vor der vierten Tarifverhandlung für die rund 5.000 in der deutschen Zuckerindustrie Beschäftigten am 30. Juni 2016 in Hannover werden wir mit massiven Warnstreiks und Demonstrationen an allen Zucker-Standorten Druck aufbauen“, hat Claus Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Donnerstag angekündigt. Seit heute rolle die Warnstreikwelle beginnend mit einer konzertierten Aktion bei Pfeifer & Langen in Elsdorf (Rheinland).
Nach einer moderaten Forderung der NGG von 4,5 Prozent mit einer Laufzeit von 12 Monaten konnte auch in der dritten Verhandlung kein Abschluss erreicht werden, da die Arbeitgeber nur ein Minimalangebot von 2,8 Prozent mehr Lohn für zwei Jahre vorgelegt hatten.
Besonders verärgert zeigte sich der NGG-Vize nach den Bilanzpressekonferenzen von Südzucker und Nordzucker im Mai 2016. Güster: „Da werden bei Südzucker die Dividenden um 20 Prozent erhöht, und die Arbeitnehmer sollen in der Einkommensentwicklung abgekoppelt werden. Nicht mit uns. Nun werden wir die Gespräche vor den Werkstoren führen. Wenn die Arbeitgeber nicht einlenken, auch gerne, wenn die Rüben auf dem Hof liegen und die Rüben-Kampagne starten soll.“
Auch wenn das Ende der Zuckerquote 2017 eine Zäsur werde, so Güster, erklärten sich alle Konzernsprecher für gut aufgestellt und blickten optimistisch in die Zukunft. Dazu beigetragen hätten auch politische Entscheidungen in Brüssel. Da die EU-Kommission nicht auf sinkende Zuckerbestände reagierte, seien eine deutliche Verknappung und steigende Zuckerpreise zu erwarten.
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