Mutmaßlicher Coop-Erpresser kommt in U-Haft
Der mutmaßliche Erpresser der Einzelhandelskette Coop sitzt seit Dienstag in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Kiel habe einen entsprechenden Haftbefehl erlassen, sagte Staatsanwalt Michael Bimler. Geprüft wurde auch die Möglichkeit einer Unterbringung in der Psychiatrie. Diese wurde verworfen, nachdem eine psychiatrische Sachverständige den Mann am Dienstag untersucht hatte.
Der 38 Jahre alte Tatverdächtige soll von dem in Kiel ansässigen Unternehmen drei Millionen Euro in der digitalen Währung Bitcoins gefordert haben. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, hatte der Mann den Ermittlern zufolge in der vorigen Woche Marzipanherzen mit einem Insektenmittel versetzt und an einer Schule ausgelegt sowie Bombendrohungen gegen weitere Schulen ausgesprochen.
Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei nahm den Mann am Montagmorgen fest. Sein Motiv für die Taten ist noch unklar. Bislang äußert sich der Beschuldigte weder zur Sache noch zur Person, wie Staatsanwalt Bimler sagte.(dpa)
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