Eiszapfen zum Bierkühlen - Brauerei hält alte Tradition aufrecht
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Winterliches Schauspiel auf dem Brauhof: Meterlange Eiszapfen reihen sich zu einem gefrorenen Vorhang - bis Braumeister Artur Russ kommt und sie mit Eispickel und hölzernem Vorschlaghammer in handliche Stücke zertrümmert. «Das ist echte Knochenarbeit», sagte Russ (57) am Dienstag bei der vierten und letzten Zerschlagung des sogenannten Eisgalgens der Kronenbrauerei in Ulm in diesem Jahr.
400 Kubikmeter Eis hat der 1887 gegründete Familienbetrieb seit Jahresbeginn «geerntet». Seine Bierbehälter können nun bis zum Sommer ohne Strom kühlgehalten werden. Die Kronenbrauerei gehört zu den wenigen, die Eis noch nach dieser traditionellen Methode gewinnen. Auch die Kaiser-Brauer in Geislingen sowie einige kleinere Betriebe in Bayern wenden sie an.
Der gut vier Meter hohe Eisgalgen aus Metall verfügt über ein ausgeklügeltes System zur Bewässerung. «In vier, fünf Nächten mit anständigen Minusgraden wachsen daran ordentliche Zapfen», sagte Russ. «Früher wurde in Brauereien nur Natureis verwendet, da gab es ja noch keine Kühlaggregate.» (dpa)
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