Weniger Plastikmüll im Take-away-Bereich
Oldenburger Schülerinnen gewinnen bei JUGEND GRÜNDET den ALTANA Sonderpreis Chemie
Kaja Charlotte Hammels und Tue Minh Vu vom Alten Gymnasium Oldenburg haben die Geschäftsidee „TerraTin“ entwickelt: Einwegverpackungen aus Weizenstärke, die ohne Erdöl auskommen und biologisch abbaubar sind. Dafür erhielten sie beim Bundesfinale von JUGEND GRÜNDET den ALTANA Sonderpreis Chemie.
Ihr Konzept setzt auf Weizenstärke statt Kunststoff. So sollen im Take-away-Bereich weniger Plastikabfälle entstehen. Die Jury lobte vor allem, dass „TerraTin“ ein konkretes Umweltproblem mit chemischem Wissen und einer nachvollziehbaren Geschäftsidee verbindet.
„TerraTin setzt dort an, wo jeden Tag Müll entsteht: bei Einwegverpackungen. Kaja Charlotte Hammels und Tue Minh Vu zeigen, wie Chemie helfen kann, nachhaltige Lösungen für den Alltag zu ermöglichen“, sagte Dr. Kristina Keisers, Investment Managerin bei der ALTANA AG, bei der Übergabe des Sonderpreises.
Mit dem Sonderpreis würdigt ALTANA Geschäftsideen im Feld der Chemie. Für die beiden Schülerinnen ist die Auszeichnung mit einer Reise nach Porto in Portugal und Vigo in Spanien verbunden. In Vigo besuchen sie einen Labor- und Produktionsstandort des ALTANA Geschäftsbereichs ACTEGA und erhalten Einblicke in Forschung, Entwicklung und Produktion in den Bereichen Lebensmittel-, Getränke- und Metallverpackungen. ACTEGA ist ein führender Anbieter von Speziallacken, Druckfarben, Klebstoffen und Dichtungsmassen für die Verpackungs- und Druckindustrie. Am Standort Vigo treffen die Unternehmensgründerinnen in spe auf Geschäftsführerin Teresa Ramos, die mit ihrem Team in Spanien Lösungen für einige der weltweit bekanntesten Getränkehersteller entwickelt. Eingerahmt werden diese exklusiven fachlichen Einblicke von einem attraktiven Begleitprogramm, bei dem die Gewinnerinnen die schöne galizische Küstenregion kennenlernen.
Bundesfinale bei Porsche in Stuttgart
Beim Bundesfinale am 24. und 25. Juni, zu Gast beim Hauptsponsor Porsche AG, präsentierten die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres ihre Geschäftsideen. Die Qualifikation war so schwer wie nie: Im Wettbewerbsjahr 2025/2026 nahmen insgesamt 6.519 Schülerinnen und Schüler an JUGEND GRÜNDET teil, 1.461 Businesspläne wurden eingereicht.
Der Bundessieg und damit der von der Porsche AG gestiftete Hauptpreis ging an Heuwind Lagertechnik aus Bruchsal. Leonie Lisa Dohn überzeugte mit einem modularen Lagersystem, das Heuballen trocken, sauber und sicher lagern soll.
Jugendliche entwickeln Lösungen für echte Probleme
Aus Problemen Lösungen entwickeln und eigene Ideen erproben, das ist der Kerngedanke von JUGEND GRÜNDET. Der Wettbewerb will Jugendliche fürs Gründen begeistern und ihnen zeigen, wie sie Ideen entwickeln, planen und präsentieren. „Gründen muss Schule machen“, sagt Franziska Metzbaur, Projektleiterin von JUGEND GRÜNDET. „Wir können dabei vom Sport lernen: Dort suchen wir nicht nur die künftigen Weltmeister. Wir fördern viele junge Menschen und daraus wachsen besondere Talente. So sollte es auch beim Gründen sein. Wir müssen jungen Menschen Mut machen, Ideen zu entwickeln und auszuprobieren.“
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