Mutti zieht solide Bilanz in einer von extremen Wetterbedingungen geprägten Saison

CEO Francesco Mutti fordert nach der Saison Investitionen in die Infrastruktur der Branche

20.10.2026
MUTTI S.p.A.   Fotograf:Max Cavallari/ ANSA

Tomatenanbau in Parma: Mutti setzt auf Qualität, langfristige Partnerschaften und vorausschauende Planung.

Das Unternehmen verarbeitete 775.000 Tonnen Tomaten und konnte Qualität und Produktionskontinuität trotz Erträgen unter dem Fünfjahresdurchschnitt aufrechterhalten.

Die Saison, die so früh wie nie zuvor begann, zeigte deutlich, wie stark extreme Wetterbedingungen und der Klimawandel die Lieferkette zunehmend unter Druck setzen.

CEO Francesco Mutti erklärt: "Die Widerstandsfähigkeit der Branche darf nicht von günstigen äußeren Bedingungen abhängen. Es braucht umgehend Investitionen in die Infrastruktur und eine verantwortungsvolle Planung."

Mutti, Europas führende Unternehmensgruppe im Markt für Tomatenprodukte, hat die Tomatensaison 2026 mit soliden und positiven Ergebnissen abgeschlossen. Insgesamt wurden 775.000 Tonnen rohe Tomaten verarbeitet \- ein Volumen, das die Fähigkeit des Unternehmens unterstreicht, auch in einem besonders herausfordernden Jahr die operative Kontinuität und seine hohen Qualitätsstandards aufrechtzuerhalten. Mit dem Beginn der Verarbeitung bereits in der ersten Juliwoche - so früh wie nie zuvor - zeigte die Saison 2026 die Widerstandsfähigkeit des Mutti-Modells angesichts der wachsenden Herausforderungen der Branche.

Die klimatische Herausforderung: ein frühes Warnsignal für die Branche

Auch in diesem Jahr war die Saison von extremen Wetterereignissen geprägt - ein deutliches Warnsignal für die Zukunft der italienischen Landwirtschaft. Außergewöhnlich hohe Temperaturen und heftige Hagelstürme beeinträchtigten die Entwicklung der Pflanzen erheblich und führten insbesondere in Norditalien zu Erträgen pro Hektar unterhalb des Fünfjahresdurchschnitts.

Dennoch ermöglichten Muttis enge Verbindung zu den Anbaugebieten und die flexible Organisation der Produktionsstandorte, die Qualität der Endprodukte zu sichern. Süditalien zeigte dabei eine höhere Produktionsresilienz und bei einigen Kulturen eine außergewöhnlich hohe Qualität, insbesondere bei den Tomaten, die für Pelati verwendet werden.

"Aus agronomischer Sicht hat die Saison 2026 bestätigt, dass uns die Klimakrise mit neuen Szenarien konfrontiert, auf die wir bislang noch nicht vollständig vorbereitet sind. Den Beginn der Verarbeitungssaison auf Anfang Juli vorzuverlegen, war eine Reaktion auf die durch die Hitze beschleunigte Reifung, während es in der zweiten Hälfte des Sommers zu einem deutlichen Rückgang der Brix-Werte und niedrigeren Erträgen kam", sagt Massimo Perboni, Director of Agricultural Services bei Mutti SpA.

" Es war ein herausfordernder Sommer, aber wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit unseren Landwirten und auf die Flexibilität unserer Produktionsstandorte: Beides hat es uns ermöglicht, die hervorragende Qualität unserer Rohware zu sichern und unseren hohen Qualitätsstandards gerecht zu werden."

Die Anfälligkeit des Produktionssystems und die Steuerung der Mengen

Neben den wetterbedingten Faktoren hat die Saison 2026 erneut deutlich gemacht, wie wichtig eine zunehmend präzise Koordination entlang der gesamten Lieferkette ist. Angesichts der großen landwirtschaftlich genutzten Anbauflächen im ganzen Land zeigte sich zu Beginn der Saison das Risiko eines möglichen Ungleichgewichts zwischen den geplanten Produktionsmengen und den tatsächlichen Verarbeitungskapazitäten der Industrie.

Das potenzielle Überangebot wurde im Laufe der folgenden Monate schrittweise aufgefangen, da die Erträge unter den ursprünglichen Prognosen lagen und sich dadurch die Gesamtmengen auf nationaler Ebene wieder ausglichen.

Vorausschauende Planung schafft Stabilität

In diesem komplexen Umfeld erwies sich Mutti erneut als Referenzpunkt für die Branche: Durch die frühzeitige Öffnung der Produktionsstandorte konnte das Unternehmen schnell auf die Anlieferungsbedürfnisse der Landwirte reagieren. Gleichzeitig sorgte das seit Langem bestehende Prämiensystem - vom Qualitätsbonus und der Auszeichnung Pomodorino d'Oro bis hin zu zusätzlichen Anreizen für besonders früh geerntete Tomaten \- für wirtschaftliche Stabilität und operative Kontinuität bei den landwirtschaftlichen Partnern.

Auch für den deutschen Markt ist dabei nicht nur das Ergebnis der Ernte relevant, sondern auch die Frage, wie diese Qualität unter zunehmend schwierigen Bedingungen gesichert wird. Transparenz über Herkunft, Anbau und den Umgang mit natürlichen Ressourcen gewinnt dabei ebenso an Bedeutung wie ein vorausschauender Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Genau hier setzt Mutti mit seinem langfristig ausgerichteten Qualitätsanspruch an.

"Die Ergebnisse von Mutti in dieser Saison sind solide und belohnen unser Engagement, aber wir können es nicht länger aufschieben, uns mit den Herausforderungen der Klimakrise auseinanderzusetzen, insbesondere mit der Wasserknappheit. Da Gletscher und Schneefelder zunehmend verschwinden, stehen wir vor immer trockeneren Sommern. Das ist ein Problem für die gesamte Po- Ebene und nicht nur für unsere Branche", erklärt Francesco Mutti, CEO von Mutti SpA.

"Wir können uns nicht länger auf äußere Faktoren verlassen und es uns erst recht nicht leisten, erst dann zu handeln, wenn die Katastrophe bereits eingetreten ist. Mutti wird weiterhin seinen Beitrag leisten, indem wir in Qualität und Wertschöpfung für unsere Partner investieren. Ohne sofortige Investitionen in die Infrastruktur und eine verantwortungsvolle Planung steht jedoch die gesamte Made-in-Italy-Wirtschaft vor einem systemischen Risiko."

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