Steigender Butterpreis ist Lichtblick für Bauern
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Steigende Butterpreise sind für die Landwirte mitten in der tiefen Milchmarktkrise ein Lichtblick. Sowohl an den Großhandelsplätzen als auch im deutschen Einzelhandel tendiere der Butterpreis von einem sehr niedrigen Niveau aus wieder nach oben, teilte die Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW am Mittwoch in Düsseldorf mit. Selbst im Discountbereich sei ein Anstieg von 70 auf 90 Cent für das 250-Gramm-Stück Deutsche Markenbutter zu beobachten.
Auch der Preis für Käse steige leicht.
Da die Lieferverträge für Butter und Käse jedoch meist nur eine kurze Laufzeit hätten, und der Export eine wichtige Rolle spiele, sei eine Prognose schwierig. "Es lässt sich nicht absehen, wie sich der Markt im Herbst darstellen wird", sagte Vorstandsmitglied Wilhelm Brüggemeier. Bei Trinkmilch, die derzeit im Lebensmittelhandel ab 42 Cent je Liter angeboten wird, gelten in der Regel Halbjahresverträge.
Neue Kontrakte greifen damit erfahrungsgemäß erst ab November. Auch bei anderen Produkten wird im Herbst auf Preisanstiege gehofft.
Die Landwirte bekommen derzeit so wenig Geld für ihre Rohmilch wie seit langem nicht. Vorstandsmitglied Hans Stöcker sprach von einem "historischen Milchauszahlungspreistief". Viele Molkereien könnten derzeit nur noch um die 20 Cent je Kilogramm Rohmilch zahlen.
Einige sogar etwas weniger. 2015 war der Auszahlungspreis in NRW von 39 Cent auf 28 Cent je Kilogramm gefallen. Mit den neuen Trinkmilch- Verträgen kam Anfang Mai der Absturz. Sollte es keine deutlichen Preisanstiege geben, könnte die Tiefstmarke im Jahresdurchschnitt von 25,6 Cent je Kilogramm aus dem Jahr 2009 unterschritten werden./vd/DP/das (dpa)
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