Foodwatch für verpflichtende Herkunftsangabe bei Lebensmitteln
BERLIN (dpa-AFX) - Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat schärfere Regeln gegen irreführende Werbung bei regionalen Lebensmitteln angemahnt. "Verbraucher können Regionalschwindeleien kaum erkennen, weil eine verpflichtende Herkunftsangabe auf der Packung fehlt", sagte Foodwatch-Experte Oliver Huizinga. Täuschungen verhindere auch das "Regionalfenster"-Kennzeichen nicht, das am Donnerstag auf der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin vorgestellt werden soll. Hersteller, die bewusst mit Herkunftsangaben täuschten, könnten das legal weiter tun, indem sie auf das freiwillige Siegel verzichteten. Nötig sei daher eine Pflicht, die Herkunftsländer der Hauptzutaten anzugeben.
Nach einer Testphase soll das neue, blaue Packungs-Kennzeichen für regionale Produkte jetzt auf breiterer Front im Handel starten. Bundesernährungsminister Hans-Peter Friedrich (CSU), der das "Regionalfenster" auf der Grünen Woche vorstellen will, erwartet dadurch mehr Transparenz beim Einkauf. "Der Verbraucher erkennt auf einen Blick, woher die Hauptzutat des Produktes stammt, wie die Region definiert ist und wo es verarbeitet wurde."/sam/DP/stb
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