Siebert: „Das Franchise-Prinzip ist hoch problematisch“
Anzeigen
Einen Tag nachdem im Rahmen eines Internationalen Aktionstages weltweit Beschäftigte von Fastfood-Konzernen bessere Arbeitsbedingungen eingefordert haben, hat Burkhard Siebert, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), auf einer Veranstaltung seiner Organisation in Hannover Kritik am Franchise-Prinzip geübt. Insbesondere für die Beschäftigten brächte das Geschäftsmodell, bei dem unabhängige Unternehmer Restaurants unter dem Namen eines Konzerns führen, häufig schwerwiegende Nachteile.
„Wir erleben immer wieder, dass sich die Arbeitsbedingungen schlagartig verschlechtern, sobald Markengeber auf Franchise umstellen und ihre Betriebe nicht mehr selber führen.“ Auch Lohnkürzungen gingen häufig mit dem Umstieg auf Franchise einher, so Siebert.
Die anhaltenden Probleme der Weltmarke Burger King in Deutschland, die wegen Hygienemängeln und extrem schlechter Arbeitsbedingungen in den Restaurants eines einzelnen Franchisenehmers einen massiven Imageverlust hinnehmen musste, habe die Gefahren von Franchise einmal mehr belegt: „Durch Franchise verlängert sich die Kette um ein Glied. Dann will nicht mehr nur der Namensgeber, sondern eben auch der Franchisenehmer Profit machen. Und das geht häufig zu Lasten der Beschäftigten – und damit, wie bei der Burger King GmbH, auch auf Kosten der Qualität. Das Franchise-Prinzip ist hoch problematisch.“
Meistgelesene News
Weitere News aus dem Ressort Karriere
Holen Sie sich die Lebensmittel- und Getränke-Branche in Ihren Posteingang
Mit dem Absenden des Formulars willigen Sie ein, dass Ihnen die LUMITOS AG den oder die oben ausgewählten Newsletter per E-Mail zusendet. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Die Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch die LUMITOS AG erfolgt auf Basis unserer Datenschutzerklärung. LUMITOS darf Sie zum Zwecke der Werbung oder der Markt- und Meinungsforschung per E-Mail kontaktieren. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen gegenüber der LUMITOS AG, Ernst-Augustin-Str. 2, 12489 Berlin oder per E-Mail unter widerruf@lumitos.com mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Zudem ist in jeder E-Mail ein Link zur Abbestellung des entsprechenden Newsletters enthalten.