Pernod Ricard kann mit Zuwächsen in den USA Schwäche in China ausbügeln
Der weltweit zweitgrößte Spirituosenhersteller Pernod Ricard <PRI.PSE> <PER.FSE> hat dank guter Getränkeabsätze in den USA und Europa die nachlassende Nachfrage aus China mehr als wettmachen können. Auch wegen günstiger Währungseffekte stieg der Umsatz im ersten Geschäftsquartal 2015/2016 (Ende September) um 9 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie Pernod Ricard am Donnerstag mitteilte. Dies war mehr als Analysten erwartet hatten. Organisch, also ohne den Einfluss von Währungen sowie Zu- und Verkäufen, lag das Plus bei 3 Prozent.
Der Hersteller von Beefeater-Gin und Absolut-Vodka versucht mit teuren Luxus-Versionen seiner bekannten Marken derzeit vor allem in den USA zu punkten. Dort legten die Erlöse dann auch um 8 Prozent zu, wohingegen sich das Wachstum in Asien auf 1 Prozent abschwächte.
Grund hierfür waren die um 9 Prozent rückläufigen Umsätze in China, was Pernod Ricard mit der sich abschwächenden Wirtschaft in dem Land erklärte. Der Ausbruch der gefährlichen Lungeninfektion Mers im Sommer habe zudem den Tourismus in Asien behindert.
Für das Gesamtjahr erwartet Pernod Ricard einen Zuwachs beim bereinigten Gewinn von 1 bis 3 Prozent. Auch der Umsatz soll sich verbessern./she/stk/stb (dpa)
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