Verbraucherzentralen kritisieren vage Angaben bei Lebensmitteln

29.12.2015 - Deutschland

Die Verbraucherzentralen kritisieren vage Angaben auf Lebensmittelpackungen. Sie verschleierten den eigentlichen Hersteller und die genauen Zutaten.

«Das ist legale Irreführung des Käufers», sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. So müsse auf verpackten Lebensmitteln zwar der Vermarkter angegeben werden, nicht aber der Produzent. Auf dem Etikett steht dann etwa der Name der Supermarktkette hinter einer Angabe wie «Hergestellt für». In Zutatenlisten finden sich teils nur allgemeine Bezeichnungen wie «Gewürze», ohne diese einzeln zu nennen.

Wichtige Informationen würden den Verbrauchern so vorenthalten, sagte Müller. Dabei entschieden sich viele Kunden bewusst gegen bestimmte Hersteller, die in der Vergangenheit unangenehm auffielen oder mit deren Arbeitsbedingungen sie nicht einverstanden sind. Andere wollten gezielt Produkte aus ihrer Nähe oder einer bestimmten Region kaufen. Noch kritischer seien ungenaue Klassenbezeichnungen wie «Gewürze» oder «Kräuter» auf den Packungen. «Es gibt viele Menschen, die sind allergisch - nicht gegen alle Gewürze, aber gegen einzelne Gewürze. (dpa)

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