Hohe Nachfrage treibt Preis für Vanille in die Höhe
Für Vanille-Liebhaber zeichnen sich Preiserhöhungen ab. Noch vor dem Ende der Ernte auf der vor Afrika gelegenen Insel Madagaskar als größtem Vanille-Anbaugebiet der Welt sagte Georges Geeraerts vom dortigen
Vanille-Exporteursverband: "Die Preise werden noch höher liegen als im vergangenen Jahr." Auch der im Vanille-Geschäft stark engagierte niedersächsische Duft- und Aromenhersteller Symrise geht kaum von sinkenden Preisen aus. Engpässe bei der aktuellen Ernte sieht er jedoch nicht: "Für unsere Nachfrage sind Mengen in ausreichender Qualität verfügbar", sagt Symrise-Vorstand Heinrich Schaper der Deutschen Presse-Agentur.
Madagaskar, das vier Fünftel des Weltbedarfs abdeckt, bestimmt mit seiner Produktion die Preisentwicklung. Ein Sturm hatte im Frühjahr dort Teile der Anbauflächen zerstört. Zudem haben viele Bauern nach Angaben des Unternehmens Maison de Sava angesichts der hohen Preise zu früh mit der Ernte begonnen. Auch Firmenchef Rado Andrianantenaina sieht daher angesichts knapper werdender Mengen an guter Ware kaum nachgebende Preise: "Es dürfte wohl mehr oder weniger der gleiche Preis wie im Vorjahr sein, zwischen 400 und 600 Dollar pro Kilo." Damit könnten auf Europas Konsumenten Kostensteigerungen zukommen, sollten die Händler die Mehrkosten an den Endkunden weitergeben.
Denn Vanille wird nicht nur für Eiscreme, Pudding, Kuchen, Kekse, Joghurt, Bonbons und ähnlichem verwendet, sondern auch für Seifen, Duftstoffe, Shampoos, Körperlotionen, Badezusätze oder Raumdüfte./rek/lbe/DP/zb (dpa)
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