Investorenprozess für Mikroalgen-Pionier AT SOLID erfolgreich beendet

Sandra Mitter gelingt übertragende Sanierung nach nur drei Monaten

03.06.2024
Computer-generated image

Symbolbild

Nachdem die Geschäftsführung des Mikroalgen-Pioniers AT SOLID am 21.02.2024 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen musste, übernehmen mit der ALGANETICS GmbH strategisch motivierte Investoren den operativen Geschäftsbetrieb einschließlich des Standortes sowie aller Mitarbeiter.  

Sandra Mitter, Insolvenzverwalterin von AT SOLID, Fachanwältin für Insolvenzrecht und Partnerin der überörtlichen Sozietät westhelleundpartner zeigt sich sehr zufrieden: „Mit Hilfe diverser Beteiligter ist es uns in kurzer Zeit gelungen, einem viel versprechenden Technologie-Startup einen Neustart zu ermöglichen.“ 

Ursächlich für den Insolvenzantrag war, dass die jüngste Finanzierungsrunde für AT SOLID durch Gesellschafter und Geschäftsführung nicht plangemäß umgesetzt werden konnte. Daher zeigt sich nun auch Eric Reuting, der auch den Investoren als Geschäftsführer zur Verfügung stehen wird, wieder deutlich optimistisch: „Wie viele andere Startups auch, war AT SOLID in der Frühphase der eigenen Entwicklung von der Finanzierungsfähigkeit seiner Gesellschafter abhängig. Dabei war unser Unternehmen noch nicht dazu in der Lage, positive Erträge bzw. entsprechende Kapitalzuflüsse aus operativem Geschäft zu erwirtschaften. Jetzt können wir das letzte Stück des Weges hin zu einem sich selbst tragenden Geschäftsmodell gehen.“ Und der Geschäftsführer ergänzt: „Unser Dank geht insbesondere auch an alle bisherigen Gesellschafter von AT SOLID, von denen ich auch in den letzten Monaten viel Unterstützung verspürt habe. Dank gebührt insbesondere verschiedenen Duderstädter Persönlichkeiten, ohne deren aktives Zutun unsere innovative Technologie nicht ins Eichsfeld gekommen wäre.“

Mit der Durchführung des Investorenprozesses hatte die Insolvenzverwalterin die bundesweit tätige und auf Sondersituationen spezialisierte MENTOR AG beauftragt. Deren projektleitender Vorstand Uwe Borgers ergänzt: „Die Suche nach Investoren für insolvente Technologie-Startups sind regelmäßig besonders herausfordernd, da ein rentables Geschäftsmodell eben noch nicht nachgewiesen wurde. Dass es auch dieses Mal so gut funktioniert hat, ist sicherlich auch der von AT SOLID entwickelten Technologie geschuldet, für die sich in den letzten Wochen diverse Interessenten aus dem In- und Ausland interessiert haben.“

AT SOLID hat sich dabei von Beginn an auf eine geschlossenen Produktion für phototrophe Mikroalgen konzentriert. Dabei war und ist es die Zielsetzung des Unternehmens, unter Reinraum-Bedingungen den besonderen Anforderungen industrieller Hersteller aus den Bereichen Food, Cosmetics und Pharma gerecht zu werden. „Hierin liegt auch unser eindeutiger Vorteil gegenüber Wettbewerbern, insbesondere aus Asien, die im wesentlichen getrocknete Produkte aus offenen Systemen, so genannte ‚open ponds‘, liefern und damit nicht die Qualitätsanforderungen der industriellen Weiterverarbeiter erfüllen können.“

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