Bio-Spargel will noch nicht so recht auf die Teller
Der Spargel ist bezogen auf die Anbaufläche das bedeutendste Gemüse Deutschlands. Mit 22 Prozent an den gesamten Freilandarealen kommt er fast auf ein Viertel Anteil. Dahinter folgten im vergangenen Jahr mit großem Abstand Speisezwiebeln sowie Möhren und Karotten, wie das Statistische Bundesamt vorrechnet.
Ökologisch bewirtschaftet wird beinahe ein Zehntel (9 Prozent) der deutschen Freiland-Gemüseanbaufläche. Möhren und Karotten lagen vor dem Spargel. Mit fünf Prozent der gesamten Spargelfläche hierzulande fristet die Bio-Variante des Edelgemüses bisher ein Nischendasein.
Laut Marktexperte Michael Koch liegt das auch daran, dass es derzeit mit Bio-Spargel kaum gelingt, den für Öko-Produkte üblichen Aufschlag beim Preis durchzusetzen, mit dem sich der Mehraufwand für Bio lohnt.
Zudem läuft der Spargelverkauf in Deutschland zu gut 40 Prozent über Wochenmärkte oder den Direktvertrieb, etwa Hofläden. Beide Schienen stehen für Produkte, denen die Verbraucher viel Vertrauen schenken auch ohne ein besonderes Qualitätssiegel als Sicherheit zu bekommen.
In einer Nische steckt auch der grüne Spargel. Er wächst aus dem Damm und bildet so in der Sonne Blattgrün. In Niedersachsen, dem größten Spargelland, kommt Grünspargel nur auf knapp zehn Prozent der Fläche./loh/DP/zb (dpa)
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