Tschechien beklagt schlechtere Lebensmittel als in Deutschland
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Die tschechische Regierung fordert einheitliche Standards bei in der EU verkauften Marken-Lebensmitteln. Das Landwirtschaftsministerium in Prag ließ nun 21 Produkte namhafter Firmen auf ihre Zusammensetzung testen, die zum Vergleich in Österreich, Deutschland, der Slowakei, Tschechien und Ungarn eingekauft wurden. Das teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Die Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass sich tschechische Lebensmittel etwa von deutschen Lebensmitteln gleicher Marke unterscheiden.
sipa/Pixabay
Von den Produkten gleichen Markennamens waren demnach nur drei im Osten und Westen der EU gleich. Bei allen anderen habe es teils deutliche Unterschiede in Zusammensetzung, Geschmack und Packungsgröße gegeben. Er halte dies für inakzeptabel und diskriminierend gegenüber den Verbrauchern, sagte Agrarminister Marian Jurecka. "Jetzt haben wir klare und belegbare Beweise in der Hand."
So fand die Prager Universität für Chemie und Technologie etwa heraus, dass Frühstücksfleisch einer bestimmten Marke in Deutschland Schweine-, in Tschechien aber sogenanntes Separatorenfleisch vom Huhn enthalte. Separatorenfleisch wird maschinell von den Knochen gelöst. Deutsche Fischfinger enthielten mehr Fisch. Waschpulver habe in Deutschland mehr aktive Substanzen, Nuss-Nougat-Creme mehr Kakao. Die Hersteller verweisen zu ihrer Rechtfertigung immer wieder darauf, dass sich die Geschmäcker in den jeweiligen Ländern unterscheiden./hei/DP/jha (dpa)
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