100 Tage Mindestlohn: „Frauen profitieren besonders“
Rosenberger zieht Bilanz nach 100 Tagen Mindestlohn
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Auf einer Veranstaltung anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Erkner bei Berlin hat die Vorsitzende der NGG, Michaela Rosenberger, eine positive 100-Tage-Bilanz des Mindestlohns gezogen.
„Fast vier Millionen Menschen haben mit dem Mindestlohn ein höheres Einkommen als zuvor. Flächendeckendes Lohndumping mit Löhnen unterhalb von 5 oder 6 Euro gehört endlich der Vergangenheit an. Nach 100 Tagen Mindestlohn kann die Bilanz deshalb nur positiv sein.“
Vom Mindestlohn profitierten Frauen in besonderem Maße, weil sie besonders häufig zu Niedriglöhnen arbeiten müssten, so Rosenberger: „Viele Jobs, die besonders schlecht bezahlt werden, sei es in Bäckereien oder Backshops, in der Gastronomie oder im Catering, werden mehrheitlich von Frauen gemacht. Der Mindestlohn hilft deshalb auch, die ‚Lohnlücke‘ zwischen Frauen und Männern ein wenig zu schließen und bringt Deutschland so auch in der Frage der Geschlechtergerechtigkeit weiter.“
Den Forderungen mancher Arbeitgeber nach einem Aussetzen der Dokumentationspflicht der Arbeitszeit lehnt Michaela Rosenberger strikt ab. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen belegten, dass der Mindestlohn keine Jobs koste, sondern stattdessen die Kaufkraft erhöhe und so wesentlich zur guten Konjunktur beitrage. „Im März waren so wenig Menschen arbeitslos wie zuletzt vor 24 Jahren und die Wirtschaft brummt – es gibt keinen Grund, den Mindestlohn aufzuweichen. Werden die Arbeitszeiten nicht dokumentiert, ist es unmöglich, die Einhaltung des Mindestlohns zu kontrollieren. Ohne Dokumentationspflicht sind Schwarzarbeit und Betrug Tür und Tor geöffnet – das darf nicht sein.“
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