Expertentagung über globale Lachsbestände
Vom 7. bis 10. Juni 2016 tauschen sich Akteure aus Kanada, den USA, Russland, Norwegen, den Färöer-Inseln, Grönland und der EU auf der Jahrestagung der „North Atlantic Salmon Conservation Organization“ (NASCO) in Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Erhaltung und Nutzung der weltweiten Wildbestände des Atlantischen Lachses aus.
Für Deutschland nimmt das in der BLE angesiedelte Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV) teil. Wie aus dem vom IBV für die NASCO angefertigten deutschen Jahresbericht hervorgeht, verzeichnet die Lachs-Wiedereinbürgerung in Deutschland Erfolge.
In deutschen Flüssen wandern wieder mehr Lachse
Allein im Jahr 2015 wurden über 700 aus dem Meer wiederkehrende Lachse im Rheinsystem gezählt. Das waren 400 Tiere mehr als noch vor zwei Jahren. Ein Schwerpunkt der deutschen Wiederansiedlungsbemühungen ist es, die Gewässerdurchgängigkeit für die zwischen ihren Laichplätzen in den Flüssen und ihren Lebensräumen im Meer wandernden Lachse zu verbessern. Darüber hinaus geht es vorrangig um die Sicherung von Laichplätzen, die Erbrütung von Junglachsen und die Kontrolle von Schutzmaßnahmen. Angler und Ehrenamtliche vor Ort unterstützen diese und viele weitere Aktivitäten. Die Lachsansiedlung wird neben dem Rhein auch in Ems, Weser und Elbe verfolgt.
Hintergrund der NASCO-Tagung
Das Ziel der NASCO besteht in der weltweiten Erhaltung, Wiederherstellung, Förderung und einem vernünftigen Management des Atlantischen Lachses auf Basis wissenschaftlicher Empfehlungen. Das IBV erfüllt als nationale Kontaktstelle die deutschen Berichtspflichten gegenüber der NASCO und unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bei der Vertretung der deutschen Interessen innerhalb der EU-NASCO-Mitgliedschaft. Erstmals treffen sich die Experten auf Einladung des BMEL in Deutschland.
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